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Warum wir uns (nicht) riechen können: Die Gene sind schuld

 

Der Spruch "Ich kann dich nicht riechen" kommt nicht von ungefähr. Im Gegenteil: Der Körpergeruch jedes Menschen ist ausschlaggebend für unser Sozial- und Sexualleben. Warum das so ist? Der Berater weiß: Die Gene sind schuld.

Jeder Mensch hat seinen ureigenen Körpergeruch. Ebenso nimmt jeder den Duft der anderen subjektiv wahr. Daher kommt es, dass uns der Geruch mancher Menschen verrückt macht und wir bei anderen am liebsten die Flucht ergreifen möchten. Interessant ist: Wir legen bei Gerüchen keinen Wert auf Gemeinsamkeiten. Es ist vielmehr so, dass wir uns unterbewusst Partner aussuchen, die ganz anders riechen als wir. Unser Körper versucht so zu verhindern, dass wir uns nahe Familienangehörige als Sexualpartner aussuchen - die riechen nämlich sehr ähnlich wie wir.

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Die Gene sind schuld, wenn wir jemanden gut riechen können

Sich riechen können: Wieso riecht jeder anders?

Der menschliche Eigengeruch entsteht durch nichts anderes als Abfallprodukte des Körpers. Da der Mensch ständig neue Zellen produziert, stößt er natürlich auch alte ab. Diese zerfallen im Körper und werden dann über die Haut nach außen abgestoßen. Da jeder Mensch eine unterschiedliche DNA in seinen Zellen hat, riechen deren Abfallstoffe auch immer anders.

Sich riechen können: Einfluss der Gene

Der Max-Planck-Gesellschaft zufolge verfügt der menschliche Körper über sogenannte MHC-Gene, deren Aufgabe es ist, Krankheitserreger zu erkennen. Je mehr verschiedene Gene ein Körper hat, desto mehr Krankheitserreger kann er natürlich ausmachen. Jeder Mensch hat mindestens zwölf dieser MHC-Gene, zudem gibt es von jedem Gen über hundert Varianten. Da es für den Körper sinnvoll ist, eine möglichst breite Variation der MHC-Gene zu haben, sucht er sich automatisch Partner (zur Fortpflanzung), die einen ganz anderen Genpool haben. So hat er die Chance, möglichst krankheitsresistente Nachkommen zu zeugen. Unsere Partnerwahl ist also mehr von den biochemischen Prozessen unseres Körpers abhängig als von Äußerlichkeiten.

Lena Kluth
 

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