Der Ratgeber-Autor Arne Hoffmann (www.arnehoffmann.com) hat zahlreiche Bücher zum Thema Sex geschrieben, z. B.„Sex für Fortgeschrittene“, „Romantischer Sex“ oder „50 einfache Dinge, die Männer über Sex wissen sollten“. Er hat sich die letzten Jahre so intensiv mit Sex beschäftigt, dass er wahrlich ein Experte dafür ist, wie man mehr Spaß im Bett hat. Uns verrät er seine Tipps.
"Ich bin eigentlich gegen das Leistungsprinzip im Bett. „Gut im Bett“ – das gibt es gar nicht, denn das hängt immer auch vom Partner ab. Ein top gestylter Körper und Sex in tausend verschiedenen Stellungen machen auf jeden Fall keinen guten Liebhaber aus."
"Vertrauen, Kommunikation, die Bereitschaft zu experimentieren und einfach Spaß zu haben. Und auch: seine Bedürfnisse erfüllt zu bekommen – oder zumindest darüber sprechen und dazu stehen zu können. Es gab mal eine Umfrage, bei der herauskam, dass Menschen, die SM praktizieren, glücklicher sind als Menschen, die keinen SM-Sex praktizieren. Das lag nicht am Sadomasochismus, sondern daran, dass sie offen zu ihren Wünschen stehen können."
"Viele Ratgeber beschränken sich auf Techniken und Stellungen. Wichtiger sind meiner Erfahrung nach andere Dinge. Zum Beispiel: sich Zeit zu nehmen, mal eine ganze Nacht lang Liebe zu machen. Das bedeutet nicht, dass man sechs Stunden durchvögeln muss, man kann zwischendurch etwas zusammen essen oder einen Film anschauen. Zweiter Tipp: einen Weg finden, mit seinem Partner über die eigenen und seine Bedürfnisse zu sprechen, einander zu fragen: „Was wollen wir wirklich – mal abgesehen von Pornofantasien, Medien und Sex-Ratgebern?“"
"Unterschätzt sind Spiele mit der Prostata. Orgasmen, die über die Prostata hervorgerufen werden, werden als zwei- bis dreimal intensiver beschrieben. Aber da gibt es oft Hemmungen, weil man die Prostata nur über den Hintern stimulieren kann. Sparen sollte man sich: Seitensprünge. Wirklich, der Spaß wiegt die Verletzungen und Traumatisierungen, die das nach sich zieht, in keinster Weise auf."
"Jeden Sonntagnachmittag um drei die Heizung aufzudrehen und sich ins Bett zu legen wird schnell öde. Wenn es im Bett überhaupt nicht stimmt, sollte man sich lieber trennen. Oder eben versuchen, wieder andere Emotionen zu wecken. Tun Sie mal so, als seien Sie Fremde. Haben Sie Sex am Strand oder im Wald. Oder verwandeln Sie Ihr Badezimmer in einen Liebesdschungel, bauen Sie im Schlafzimmer eine japanische Kulisse auf. Das Schwierigste daran ist, so etwas in die Tat umzusetzen. Und nicht aufzugeben, wenn es nicht auf Anhieb klappt."
"Was sehr gut funktioniert ist das sogenannte „Tease and Denial“, wo man bis kurz vor den Höhepunkt stimuliert wird, dann die Stimulation absichtlich verringert, dann wieder steigert und so weiter. Dadurch wird das Lustempfinden verstärkt – und der Orgasmus intensiviert."
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