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SM-Sex: Mehr als nur den Po versohlen

 

Im Schlafzimmer wollen Sie es noch härter, während Ihre Freundin Angst hat, Ihre Kronjuwelen kaputt zu kneten? Könnte sein, dass Sie auf SM stehen. Der Berater erklärt die Praktiken der Sadomaso-Szene und verrät, für welchen Mann sich ein Abend in Fesseln lohnt.

Keine Angst: Wenn Sie und Ihre Partnerin auf Kuschelsex stehen, heißt das noch lange nicht, dass Ihr Liebesleben langweilig ist. Kommen Ihnen beim Anblick von Handschellen, Leder und Frischhaltefolie jedoch unzüchtige Gedanken, könnten Sie Gefallen an SM-Sex finden. Bringen Sie sich im Bett mit dominanten oder unterwürfigen Fantasien in Fahrt, sollten Sie erst recht einen Ausflug in die Sadomaso-Szene wagen. Erledigt Ihre Liebste den Haushalt freiwillig in knapper Latex-Schulmädchen-Kostümierung, befinden Sie sich bereits mittendrin.

Gleich geht´s los! Bloß nicht die Reitgerte vergessen

BDSM-Sex: jenseits des Folterkellers

Die Abkürzung BDSM steht für „Bondage and Discipline, Dominance and Submission, Sadism and Masochism“ und bezeichnet sexuelle Vorlieben, die umgangssprachlich als SM oder Sadomaso bekannt sind. Bei BDSM-Praktiken geht es vor allem um die lustvolle Erfahrung von Dominanz und Unterwerfung, was bei einfachen Fesselspielen anfängt und bei gewollt zugefügten Schmerzen aufhört. Oft als pervers gebrandmarkt steckt hinter SM eine vielschichtige Körperkultur, in der Paare und Singles ihre Fetische ausleben. Der Single-Besuch im Folterkeller einer Domina bleibt allerdings die Ausnahme. Meist sind es Paare, die in den eigenen vier Wänden mit SM-Zubehör herumprobieren. Wer sich nicht im Sexshop nach Halsbändern, Leinen und Reitgerten umschauen möchte, recherchiert im Internet oder besucht den Haustiermarkt seines Vertrauens. Dass Sie in Wirklichkeit gar keinen Bernhardiner haben, muss ja keiner wissen.

SM für zu Hause: eine Anleitung

Sadomaso-Sex lässt Raum für zahlreiche Fantasien, die in der sogenannten Session realisiert werden. SM bedeutet nicht, dass Sie Ihrer Freundin einfach den Hintern versohlen, bis er rot anläuft. Es ist komplizierter: In der Session nehmen Sie und Ihre Partnerin die Rollen von Dom und Sub ein, wobei nicht festgelegt ist, wer den devoten Part des Subs übernimmt. Besonders Männer, die im Beruf sehr eingespannt sind, genießen die Unterwerfung im heimischen Schlafzimmer. Am besten legen Sie sich eine Art Drehbuch zurecht, nach dem die SM-Session ablaufen soll. Natürlich dürfen Sie improvisieren, dennoch muss klar sein, wer was mit sich machen lässt. Besonders unter Singles, die nur zum Zweck eines SM-Spiels zueinanderfinden. Zudem sollten Sie ein Codewort und ein Handzeichen vereinbaren, die zum unmittelbaren Abbruch der Session führen. Interessieren Sie sich für spezielle Praktiken, wie etwa Hängebondage oder Elektrostimulation, brauchen Sie Kenntnisse der menschlichen Anatomie. Falsch positionierte Seile können nämlich zu ernsthaften Quetschungen an Nerven und Blutgefäßen führen. Aus diesem Grund lohnt es sich, nach ersten Experimenten, auch in gepolsterte SM-Ausrüstung zu investieren. Inspiration finden Sie im Sexshop, auf Erotikmessen, in entsprechender Literatur oder in einschlägigen Diskussionsforen.

SM als Beziehungsmodell: länger als eine Nacht

Neben echten Szenegängern gibt es Paare, die außererotischen BDSM als Beziehungsmodell pflegen. Abseits von Sessions und Themenabenden praktizieren sie ihr machtverschobenes Partnerverhältnis also auch im Alltagsleben. In der Regel ist die Machtverteilung in solch einer Partnerschaft permanent. Was auf Familie und Freunde verstörend wirken mag, eröffnet dem Paar einen enormen Lustgewinn. Falls Sie sich nach einer Beziehung dieser Art sehnen, knüpfen Sie am schnellsten Kontakte über Online-Partnerbörsen, wie bdsm28.de oder auf SM-Veranstaltungen. Ihre Lieblingskneipe dürfte als Flirtlocation sicherlich ausgedient haben.

Felix Lenbach
 

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