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So gelingt ein perfektes American Barbecue

 

Noch ist der Sommer und die Grillzeit nicht zu Ende. Wer also nochmal so richtig dick klotzen will, sollte ein American Barbecue auftischen. Was zum echten BBQ gehört, verrät der Berater.

Warme Temperaturen, ein kaltes Bier und gegrillte Köstlichkeiten – was gibt es Schöneres im Sommer? Wem die Würstchen und Steaks zu öde werden, der kann seine Gäste oder die Familie mit einem American Barbecue, kurz BBQ, beeindrucken. Dazu sollten Sie sich zwar einen Barbecue-Smoker zulegen, aber die gibt es zu fairen Preisen und der Aufwand lohnt sich. Denn das bei mäßiger Hitze gegarte und geräucherte Fleisch wird extrem zart und bleibt schön saftig. Was Sie abgesehen vom Smoker noch für ein echtes American Barbecue brauchen, das verrät der Berater.

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Feine Sache: ein American Barbecue

1. American Barbecue: Fleisch, Fleisch, Fleisch und Marinade

Ob Schwein, Rind, Geflügel – man ist im Grunde alles, was an Tier schmeckt. Da der Smoker schon für einen Räuchergeschmack sorgt, wird das Fleisch vor dem BBQ oft eher minimal gewürzt, mit etwas Pfeffer und Salz. Während dem Garen trägt man dann immer wieder etwas Wasser auf das Fleisch auf, damit es nicht austrocknet. Königsdisziplin des American BBQ sind jedoch die eigenhändig marinierten Goldstücke. Damit auch sie auftrumpfen können, hat der Berater zwei marinierte Varianten für Sie parat: Spare Ribbs und Drumsticks.

Marinierte Spare Rips:
Einen halben Esslöffel Ketchup und drei Esslöffel Essig langsam erhitzen, dann vier Esslöffel Honig, eine Prise Chilipulver, Paprikapulver, einen Teelöffel Senf, nach Belieben Pfeffer und gehackte Chilischoten dazugeben und bei schwacher Hitze kurz aufkochen lassen. Dann die Spare Ribs damit bestreichen und etwa eine Stunde ruhen lassen, bevor man sie in den Smoker packt. Zwischendurch das Fleisch immer wieder mit der übrigen Marinade etwas einpinseln.

Marinierte Drumsticks (Hähnchenschenkel):
Dazu 75 ml Sojasoße, jeweils einen Esslöffel Zucker und Essig, zwei Esslöffel Sherry und den Saft einer Orange mischen, einen Sternanis und die Orangenschale dazugeben und alles aufkochen. Einen Esslöffel Maisstärke mit 50 ml lauwarmem Wasser mischen, dann in die kochende Sauce rühren. Vom Herd nehmen und einen Esslöffel fein gehackten Ingwer sowie eine Knoblauchzehe daruntermischen. Dann ein oder zwei gehackte Chilischoten dazugeben, alles noch einmal gut durchmischen, kurz ziehen lassen und dann auf die Drumsticks streichen. Auch hier etwa eine Stunde warten, bevor das Garen losgeht dann die Hähnchenschenkel regelmässig mit dem Rest der Sauce bestreichen.

American BBQ: Die Soßen sind das Herzstück

Ein BBQ ohne jede Menge Dippe oder Soßen ist kein BBQ. Und nur ne Flasche Ketchup oder Mayo hinstellen, geht hier gar nicht. Der Berater hat daher für Sie das Rezept einer original handgemachten Barbecue Soße am Start. Dafür muss man lediglich einen Esslöffel Senf und Tomatenmark, fünf Esslöffel Rübensirup, eine Knoblauchzehe, etwas Salz, Pfeffer und Thymian, einen Schuss Balsamico und Tabasco mischen, ziehen lassen und schon hat man einen echten Klassiker auf dem Tisch. Auch Sour Creme ist beliebt beim BBQ und ganz einfach selber zu machen. Jeweils 250 g Saure Sahne und Schwand mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann jeweils einen Bund Schnittlauch und Petersilie klein hacken, vier Frühlingszwiebeln schneiden und alles in die Sahne-Schmand-Mischung rühren. Abschließend noch den Saft einer Zitrone und etwas Schalenabrieb dazugeben, alles kurz ziehen lassen und schon ist die Arbeit getan. Natürlich funktionieren auch Guacamole und jegliche Soßen auf Tomaten- oder Essigbasis. Je mehr Soßen desto besser!

American BBQ: Zwei Salat-Klassiker als Beilage

Grundsätzlich gehören jede Menge Brot, am besten auch Maisbrot und natürlich gebutterte Maiskolben als Beilagen zum BBQ. Aber auch Salat sollte nicht fehlen. Typisch Amerikanisch sind zum Beispiel Cole Slaw, also Kohlsalat, und der Cesar's Salad.

Erster Schritt beim Cole Slaw: 400 g Weißkohl hobeln und ein paar Möhren raspeln. Für das Dressing 60 ml Essig mit jeweils einem Esslöffel Zucker und Mehl, einem Teelöffel Senf und 60 ml Salz verrühren. Alles aufkochen lassen. In die heiße Flüssigkeit dann 60 ml Sahne, einen Esslöffel Butter und zwei verquirlte Eier geben, alles so lange verrühren bis die Masse dick wird, vom Herd nehmen und den Kohl und die Möhren untermischen. Damit der Cole Slaw richtig gut schmeckt, sollte der Salat etwa vier Stunden ziehen, bevor man ihn serviert. Also Vorbereitungszeit einplanen.

Der Cesar's Salad ist im Handumdrehen fertig. Für das Dressing ein kleines Glas Sardellen, vier Knoblauchzehen, vier Esslöffel Balsamicoessig, zwei Teelöffel Senf, einen Spritzer Worcestersauce, ein Eigelb und etwas Zitronensaft pürieren und anschließend mit Olivenöl strecken, bis eine dickliche Soße entsteht. Dann einen knackigen Kopf Römersalat schneiden, mit dem Dressing vermischen und mit Pfeffer und Parmesan bestreuen. Wer noch Croutons möchte, kann einfach Toastbrot mit Olivenöl und Knoblauch in der Pfanne rösten und über den Salat geben.

American BBQ: Nachtisch muss sein

Zum großen BBQ-Finale dürfen auf keinen Fall Marshmallows fehlen – einfach auf einen Stock oder eine lange Gabel aufspießen und über dem Smoker rösten, bis sie außen knusprig und innen cremig sind.

Ein echt amerikanischer Kuchen sollte aber auch noch sein, man will ja schließlich klotzen. Echt USA ist zum Beispiel der Mississippi Mud Pie. Für den Kuchenboden muss man Folgendes tun: 200 g Mehl, 25 g Kakao und 50 g Zucker vermengen. Anschließend 125 g weiche Butter und einen Espresso einkneten. Den Teig dann in Folie packen und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Backofen können sie schomal auf 190°C vorgeheizt. Den gekühlten Teig dann in eine eingefettete Springform legen und den Boden etwa 25 Minuten vorbacken. Genug Zeit, um die Füllung vorzubereiten.

Dazu 150 g Butter mit 300 g braunem Zucker und einem Päckchen Vanillezucker verrühren. Die vier Eier nach und nach dazugeben, dann 300g Sahne und zwei Teelöffel Zuckersirup unterrühren. Gute 150 g Zartbitterschokolade schmelzen und dazugeben, anschließend noch 40 g Kakaopulver unterrühren und fertig ist die Füllung. Die dann auf dem Boden verteilen und alles bei 160°C nochmal 45 Minuten backen. Ist der Kuchen kalt, geschlagene Sahne und Schokoraspeln oben drauf und fertig ist der Mississippi Mud Pie.

Kirstin Macher
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