G-Punkt: Mythos oder Realität?

Der G-Punkt soll Frauen auf Knopfdruck in Ekstase versetzen und binnen kurzer Zeit einen intensiven Orgasmus herbeiführen. Das Problem: er befindet sich gut versteckt im Inneren der Scheide und lässt sich nicht so leicht stimulieren. Bei Mediziner ist der spannende Punkt bis heute umstritten und es scheint nicht erwiesen, ob er wirklich existiert und ob ihn jede Frau besitzt. Gehen wir der Sache also weiter auf den Grund.

Wo liegt eigentlich der G-Punkt?

Der G-Punkt ist nur durch sanftes Eindringen in die Vagina zu finden. Er befindet sich etwa 3 bis 5 Zentimeter hinter dem Scheideneingang und liegt an der vorderen Scheidenwand in der Nähe der Harnröhre. Es handelt sich um eine besondere erogene Zone von der Größe einer Münze. Die Rede von einem Punkt ist also längst überholt. Eine Zone sollte sich doch viel einfacher finden lassen, oder? Rein theoretisch besitzt jede Frau diese Stelle, doch jede reagiert anders darauf. Am einfachsten findest du den G-Punkt nach erotischer Stimulation. Doch Vorsicht: das Gewebe ist sehr sensibel.

Den G-Punkt richtig stimulieren

Ein solch bedeutsamer Punkt ist natürlich auch besonders empfindsam. Er könnte mit der männlichen Prostata verglichen werden. Bei Erregung schwillt der G-Punkt leicht an und ist einfacher zu finden. Drüsen in der Nähe sondern Flüssigkeit ab und machen die Vagina geschmeidig. Zudem ist die weibliche Ejakulation möglich. Doch wie das Stimulieren ab besten funktioniert – ob Penis, Finger oder Vibrator – ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Manche finden recht schnell die Erlösung in einem intensiven Orgasmus, andere sind heute noch auf der Suche nach dem besagten Punkt.

Der Entdecker des G-Punkts

Wieso eigentlich G-Punkt? Entdecker dieser Zone ist der deutsche Gynäkologe namens Ernst Gräfenberg. Er ordnete ihr nach Stimulation besonders intensive Orgasmen zu. So soll nicht die Klitoris für den weiblichen Höhepunkt zuständig sein, sondern vor allem der G-Punkt innerhalb der Scheide.  In den 1980er Jahren forschten drei amerikanische Wissenschaftler ebenso nach diesem Punkt. In Anlehnung an den deutschen Gynäkologen nannten sie ihn G-Spot. Einen direkten wissenschaftlichen Beleg für seine Existenz gibt es bis heute aber nicht.

Interessant
Manche Frauen lassen sich ihren G-Punkt sogar chirurgisch vergrößern. Eine Injektion lässt die Stelle anschwellen und sorgt für eine leichtere Erregbarkeit. Der Eingriff kostet viel Geld, doch über den Effekt ist bisher noch nichts weiter bekannt.