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A-Lizenz: So werden Sie Rennfahrer

 

A-Lizenz absolvieren – und ab auf die Rennstrecke: Das muss kein spinnerter Kindheitstraum bleiben. Wer nie Lokführer wurde oder Feuerwehrmann, kann jederzeit in Kürze die Lizenz zum Rennfahrer machen – und wird dann feststellen, dass er deutlich bessere Chancen bei den Frauen hat als andere Traumberufsgruppen.

A-Lizenz vorzeigen? Kein Problem. Nur ein Lehrgang ist nötig, eine Prüfung – und schon hat man den Einsteiger-Lappen für die Rennstrecke in der Tasche. Wer seine Reifen bei Rennen auf dem Hockenheimring, dem Nürburgring oder dem Lausitzring quietschen hören will, braucht diese besondere Berechtigung. Und wer sie hat, darf sich offiziell Rennfahrer nennen.

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A-Lizenz: Für den Praxislehrgang reicht der eigene Wagen, oder ein geeignetes Auto wird gestellt

A-Lizenz: Diese Vereine bieten Lehrgänge an

Die A-Lizenz ist der Führerschein für die Rennstrecke. "Zur Durchführung von Lizenzlehrgängen sind besonders geschulte und geprüfte Instruktoren berechtigt", sagt Andreas Münzel vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB). Die Ausbilder arbeiten alleine oder sind in Rennfahrerschulen zusammengeschlossen. Beim DMSB oder in den Sportabteilungen von ADAC, AvD oder DMV erfahren Sie, wer Lehrgänge anbietet.

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A-Lizenz: Instruktorin Traudl Klink entscheidet, wer sie bekommt

A-Lizenz: Das müssen angehende Rennfahrer können

Der Lehrgang besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. In der Theorie werden grundlegende Aspekte der Fahrphysik vermittelt. Sie lernen theoretisch, wie man die Ideallinie fährt, Sie erfahren, wie ein Rennen abläuft und was die bunten Flaggen neben der Rennstrecke zu bedeuten haben. Am Ende gibt es eine schriftliche Prüfung. Wer die bestanden hat, darf in den Rennanzug und auf die Piste. In der Praxis geht es dann mit einem eigenen oder einem gestellten Fahrzeug auf die Strecke. Geübt werden Kurventechnik, das Bremsen, Lastwechsel und das Fahren der Ideallinie. In der Regel fahren Sie dabei hinter einem Führungsfahrzeug mit Instruktor her, oder der Instruktor dirigiert von einem Punkt am Streckenrand aus die Teilnehmer per Funk. Das Tempo wird im Laufe des Lehrgangs nach und nach gesteigert. In der praktischen Prüfung sollen die Teilnehmer dann zeigen, dass sie die vermittelten Techniken beherrschen.

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A-Lizenz: Wer sie will, muss Fahne (be)kennen

A-Lizenz: Das kostet der Kindheitstraum

Die Preise für die verschiedenen Renn-Lehrgänge variieren stark – je nachdem, welche Leistungen im Angebot enthalten sind. "Ein zweitägiger Lehrgang bei der Rennfahrschule Münster hat naturgemäß einen ganz anderen Preis als das viertägige Nordschleifentraining der Scuderia Hanseat", sagt Andreas Münzel. Ein konkretes Beispiel: MINI bietet seit 2005 Fahrertrainings an. Zwei Tage Theorie und Praxis im Renn-MINI kosten 2.500 Euro. Rennsport-Experte Andreas Münzel empfiehlt, die Angebote vorab zu vergleichen.

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A-Lizenz: Man kann sie auch auf dem Nürburgring machen

A-Lizenz: Kurs bestanden - und jetzt?

Wenn Sie den Lehrgang bestanden haben, bekommen Sie das schriftlich. Auf Ihre Urkunde sollten Sie sich ein Gläschen gönnen. Denn jetzt sind Sie nicht mehr weit entfernt von der Erfüllung Ihres Kindheitstraums. Jetzt müssen Sie nur noch innerhalb von neun Monaten einen Antrag beim DMSB ausfüllen, sich von einem Arzt bestätigen lassen, dass Sie fit sind wie Sebastian Vettel, und eine Gebühr von 176 Euro überweisen. Dann können Sie Rennen fahren, die europaoffen ausgeschrieben sind.

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A-Lizenz: Die Berater-Autorin Anne Lehwald hat es ausprobiert

A-Lizenz: Diese Rennen dürfen Sie fahren

"Wer sich dafür interessiert, an einer speziellen Veranstaltung teilzunehmen, sollte in der jeweiligen Ausschreibung nachschauen", empfiehlt Andreas Münzel. In Deutschland können Sie mit der A-Lizenz folgende Veranstaltungen fahren: Rallye, Rundstreckenrennen, Bergrennen, Dragster-Rennen, Kartrennen, Autocross und Rallyecross. Nur auf der Autobahn sollten Sie es nach wie vor nicht übertreiben. Denn wenn der Führerschein weg ist, haben Sie auch nichts mehr von Ihrer A-Lizenz.

Anne Lehwald
 

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