Yachttypen gibt es viele: Doch egal, ob Jolle, Slup, Ketsch, Kutter oder Schoner – was einem persönlich zusagt, hängt vom individuellen Geschmack und vom Geldbeutel ab. Die Kunst ist es, unter den zahlreichen Yachttypen die richtige für Sie zu finden. Dazu hilt das intensive Studieren von Fachmagazinen und Web-Portalen. Uns sind www.oldieboote.de und www.boote-forum.de besonders aufgefallen. Im Kleinanzeigenteil (etwa www.boote.de oder www.boots-boerse.de) können Sie sich überdies einen Überblick über die Marktlage verschaffen. Hier gilt: Wer am Anfang spart, zahlt später oft drauf. Denn die Kosten für allfällige Reparaturen oder gar eine umfängliche Restauerierung sind bei Schiffen nur sehr schwer kalkulierbar. Im Zweifel gilt: Schauen Sie sich das Boot/Schiff noch genauer an als einen Gebrauchtwagen. Wichtig: Es sollte sich bei diesem Check am besten nicht im Wasser befinden. Eine Begutachtung im Dock ist unabdingbar.
Der Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW) weist ausdrücklich darauf hin, beim Neukauf der Yacht nicht nur auf einen günstigen Preis, sondern vor allem auf Qualität und Service zu achten. Kaufen Sie Ihr Boot lieber beim Fachhändler, auch, wenn es Sie teurer kommt. Sie wollen sich schließlich nicht an den drei Wochenenden im Jahr, die Sie Zeit fürs Segeln haben, über Mängel an der Yacht und schlechten Service ärgern. Schauen Sie also darauf, dass Ihnen der Händler eine umfassende Beratung bieten kann. Hilfreiche Tipps gibt es auch beim Deutschen Motoryachtverband.
Achten Sie beim Kauf ihrer Yacht auf das CE-Zeichen. Das zeigt nämlich an, ob das Boot den Vorschriften der EU für Bau und Ausrüstung entspricht. Zusätzlich müssen diese Richtlinien vom Importeur in der sogenannten Konformitätserklärung dokumentiert werden- und diese wiederum muss in Ihrem Exemplar des „Handbuches für Schiffsführer“ enthalten sein. Ohne CE-Zeichen dürfen Sie Ihre Yacht nicht in Betrieb nehmen. Würden Sie dabei erwischt, läge das Boot an der Kette - und Sie säßen auf dem Trockenen.
Wenn Sie Ihre Yacht gebraucht kaufen möchten, haben Sie im Prinzip drei Möglichkeiten. Sie können die Anzeigen in Internet und Zeitungen durchforsten und von einem privaten Anbieter kaufen. Eine Alternative dazu ist ein Gebrauchtbootmakler. Eine gute Lösung wäre in jedem Fall, wenn Sie sich an einen seriösen Händler wenden, der gebrauchte Yachten verkauft. Er kann Ihnen alles sagen, was Sie wissen müssen. Bevor Sie kaufen, sollten Sie die Yacht allerdings von einem Sachverständigen überprüfen lassen - sicher ist sicher. Zudem sollten Sie beachten, dass Sie bei einem Händler eine Gewährleistungsfrist von bis zu zwei Jahren haben - bei privaten Verkäufern und Gebrauchbootmaklern nicht. In einem Schadensfall bleiben Sie ohne Frist auf Ihren Kosten sitzen.
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