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Werkzeugkasten: Was muss alles drin sein?

 

"Man muss sich nur zu helfen wissen", so ein geflügeltes Wort aus der Handwerkersprache. Allerdings hilft das beste Know-how nichts, wenn man das passende Werkzeug nicht hat. Klar, man kann nicht alles besitzen. Aber eine gewisse Grundaustattung sollte jeder Werkzeugkasten enthalten.

Bevor man nun in den Baumarkt eilt, um ordentlich Werkzeug einzukaufen, muss man sich fragen: Für was brauche ich Werkzeug? Das sind im wesentlichen Reparaturen am Auto (Reifenwechsel, quietschende Teile schmieren, Ölwechsel etc), am Fahrrad (Reifen flicken, Seilzüge austauschen, Sattel und Lenker verstellen, Schaltung und Bremsen einstellen) und im Haushalt (Sanitärreparaturen, Lampe anschließen). Wer sich zu höheren Aufgaben berufen sieht, besitzt meistens ohnehin ein gutes Equipment im Werkzeugkasten. Bitte beim Werkzeug lieber zum besseren greifen: Ein paar Euro mehr ausgeben, verspricht höhere Lebensdauer und Funktionalität. Und weniger Ärger.

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Ein gut ausgestatteter Werkzeugkasten gehört in jeden Männerhaushalt

Ein Werkzeugkasten braucht eine Grundausstattung hochwertigen Werkzeugs

In unseren Werkzeugkasten gehören folgende Grundwerkzeuge: Ein mittlerer Hammer, verschiedene Zangen (Kombizange, Spitzzange, Rohrzange), ein ausgewogenes Set an Schraubendrehern (Schlitz- und Kreuz, ein Phasenprüfer sollte auch dabei sein) und ein Schraubenschlüsselset: Bei letzterem leistet die Kombination aus Ring- und Gabelschlüssel die besten Dienste. Einen Inbusschlüsselsatz brauchen wir beim Fahrrad oft. Für größere Schraubaktionen, etwa beim Zusammenbau von Möbeln, leistet auch ein Akkuschrauber hervorragende Dienste. Diesen gibt es inzwischen auch schon im Miniformat mit erstaunlich Power – unbedingt ein gutes Bit-Set dazukaufen (Kreuz-/Schlitz- und Torx). Damit steckt schon mal die Grundausstattung im Werkzeugkasten.

Im Werkzeugkasten brauchen wir einiges zum Verbinden, Lösen und Schmieren

Erfahrungsgemäß geht es bei vielen Reparaturen ums Lösen, Verbinden und Schmieren. Deshalb brauchen wir im Werkzeugkasten auch noch zwei Sägen: eine für Holz und eine für Metall. Auch hier gibt es sehr brauchbare im Miniformat. Ein Teppichmesser hilft uns beim Schneiden, fürs Verbinden brauchen wir ein Isolierband (auch zum Leitungen isolieren), sowie eine Rolle Draht: für Notreparaturen ein exzellenter Helfer! Zum Schmieren braucht man eine kleine Tube Allzweckfett (etwa für Lager am Fahrrad) sowie eine Dose Kriechöl (zum Schmieren sowie zum Lösen festgebackener Muttern). Als weitere Hilfsmittel sollten wir auch besitzen: einen Meißel (Metall und Stein), ein Stemmeisen (auch Stechbeitel genannt, für Holz), eine Tube Holzleim und eine Tube Alleskleber. Eine Dose Vaseline ist gut beim Schmieren von mineralölempfindlichen Werkstoffen, etwa Gummidichtungen. Wer im Autobereich ambitionierter unterwegs ist, sollte in einen Steckschlüsselsatz investieren.

Ein paar Schrauben sollten wir immer im Werkzeugkasten haben

Da man nicht bei jeder Reparatur gleich das richtige Ersatzteil zur Hand hat, braucht man ein Sammelsurium an Schrauben: einige Holz-/Blech- und Maschinenschrauben (plus passende Muttern). Auch ein Meter Elektrokabel und ein paar Lüsterklemmen helfen uns. Für filigranere Jobs: eine Pinzette, eine Nadel (etwa um die Spritzdüsen der Scheibenwaschanlage zu verstellen). Ganz wichtig beim Bauen und Konstruieren: ein Meterstab und ein Zimmermannsbleistift. Und weil wir gerade beim Messen sind: ein Meßschieber leistet bei vielen Werkstücken großartige Arbeit. Um Holz zu bearbeiten brauchen wir eine Raspel, für Metall eine Feile. Ein kleiner Pinsel, ein Lappen und ein wenig Schleifpapier sollte auch in keinem Werkzeugkasten fehlen. Brauchen wir noch was? Spätestens bei der nächsten Reparaur werden wir merken, was im Werkzeugkasten noch fehlt.

Klaus Mergel
 

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