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Sex-Praktik Karezza: So können Sie gaaanz lange

 

Unter Karezza versteht man, wenn der Mann beim Sex bewusst den Samenerguss hinauszögert. Oberstes Ziel: die Frau glücklich zu machen – durch Zärtlichkeit und Liebkosungen soll sie so viele Orgasmen wie möglich haben. Doch wie kommt der Mann dabei auf seine Kosten und wie hält er das Ganze überhaupt so lange aus?

Gewöhnlich haben Mann und Frau im Bett nur ein Ziel: Dem Orgasmus so nahe wie möglich zu kommen, am Besten auch noch gleichzeitig einen Höhepunkt zu haben. Doch so viel Stress in der Liebe sorgt nicht gerade für Entspannung und die ist ja bekanntlich notwendig, um vollkommen loszulassen und über den Dingen zu schweben. Die Lösung für das Problem könnte Karezza sein. Der Begriff Karezza wurde von einer US-amerikanischen Ärztin namens Alice Bunker Stockham geprägt, die 1896 ein Buch unter dem Titel „Karezza. Ethics of Marriage“ auf den Markt brachte. Karezza leitet sich vom italienischen Wort „carezza“ für Liebkosungen und Streicheln ab und genau darum geht es dabei hier: Die Sexpartner sollen so viel wie möglich schmusen, sich zärtlich küssen – und der Mann sollte dabei versuchen, nicht zum Orgasmus zu kommen, sondern in erster Linie die Freundin zu befriedigen. Doch lässt sich das eine wirklich derart akribisch vom anderen trennen und was sind die genauen Vorteile für den Mann? Wir erklären es Ihnen.

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Den Orgasmus lange hinauszögern: Mit der Sex-Praktik Karezza geht das

Karezza: langanhaltende Lustphase

Gehören Sie auch zu der Sorte Mann, die sich ohne Orgasmus beim Sex einfach nicht richtig befriedigt fühlt? Keine Bange! Das denken so einige, bevor Sie in den Genuss von Karezza kommen! Wichtig ist, dass Sie offen und bereit für dieses spannende Experiment sind. Gestalten Sie das Vorspiel mit Ihrer Partnerin lang und ausgiebig, achten Sie darauf, dass Sie von äußeren Einflüssen nicht gestört werden und alle technischen Geräte ausgeschaltet sind. Nehmen Sie sich besonders viel Zeit beim Küssen und sparen Sie dabei keinen Quadratmeter Ihrer samtweichen Haut aus. Arbeiten Sie sich erst langsam zum Kitzler Ihrer Freundin vor und konzentrieren Sie sich wirklich nur auf Ihre Lust und Bedürfnisse. Das macht Sie zwar auch so geil wie noch nie, aber Ihr eigener Orgasmus darf dabei nie zum Ziel werden. Statt des kurzen Höhepunktes erwartet den Mann nämlich eine Phase langanhaltender Lust.

Karezza: mehr Vertrauen und Innigkeit

Beim normalen Sex (vor allem wenn es mal ein Quickie ist) kommt Körperlichkeit schnell mal zu kurz. Hört sich paradox an, ist es aber gar nicht, denn nur weil Sie gekonnt das Rein-Raus-Spielchen beherrschen, bedeutet das noch lange nicht, dass sie sich wirklich vertraut sind. Die Innigkeit wächst gerade dann, wenn sich beide Seiten mehr Zeit lassen, mehr umarmen und liebkosen, mehr kuscheln beim Sex. Der Sex ohne angestrebten Orgasmus kann als deutlich langsamer und romantischer als der „normale“ Sex beschrieben werden. Sie dringen in Ihre Freundin ein, bewegen sich dort aber nur minimal und müssen immer Kontrolle über Ihre Erregung haben. Hier ist der Weg das Ziel. Doch gerade diese Methode stärkt wie keine andere die gesamte Beziehung und kann auch für den Mann zu ungeahntem Genuss führen.

Karezza: weniger Verkrampftheit

Für viele Männer hört sich die Hinauszögerung der Ejakulation wie eine Tortur und auch nach Zwang an. Das kann im schlimmsten so Fall so werden, muss es aber nicht. Wenn es zur Tortur wird, hat man Karezza nicht wirklich verstanden – man muss nicht um jeden Preis als Mann den Orgasmus unterdrücken und dabei an Stinkesocken und Hängebrüste denken. Der männliche Orgasmus ist ja im Karezza schließlich nicht verboten, sondern es bedeutet nur, dass Mann den Orgasmus nicht bewusst anstrebt oder freiwillig auf ihn verzichtet, um sich tieferen Lustwellen zu öffnen. Konkret kann das für Sie bedeuten, dass Sie trotzdem, sogar sehr intensiv ein Orgasmus-Gefühl, aber eben keinen obligatorischen Samenerguss dazu haben. Dadurch kann der Geschlechtsverkehr noch beliebig lange fortgesetzt werden und am Ende werden Sie zufrieden sein, wenn Ihre Liebste begeistert in ihren Armen zusammensinkt. Von Verkrampftheit keine Spur mehr und ähnlich dem Tantra werden sich Ihnen beide ganz neue Sphären erschließen. Bei dieser Praktik wird nachweislich besonders viel Oxytocin (ja, das berühmte „Kuschelhormon“) ausgeschüttet, dass zu einem stärkeren Zusammengehörigkeitsgefühl führt. Wenn Sie nun noch mehr über Karezza wissen möchten, können wir Ihnen abschließend zwei Bücher zu dem Thema empfehlen: „Karezza. Die ideale Liebesmethode“ von Cesare A. Dorelli und „Carezza. Liebe in Liebkosung“ von Marie de Nannie. Let’s take it slow!
Sie brauchen noch ein paar Anregungen fürs Liebesspiel? Die besten Sexstellungen finden Sie hier.

Laura Popescu
 

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