No-Gos bei Frauen wie bei Männern sind Ungepflegtheit. Ein verschwitzter Körper ist nur erotisch, wenn er durch die sexuelle Aktivität ins Schwitzen kommt. Die Unterwäsche kann sowohl sexy als auch sportlich sein, nur keine Baumwollunterwäsche, die auch noch in Großvaters oder Großmutters Kleiderschrank ihrem Namen alle Ehre gemacht hätte. Die Bettwäsche sollte keine Spuren von den letzten sexuellen Aktivitäten vorweisen. Insoweit sind sich die Geschlechter einig. Auch Dirty Talking ist mit Vorsicht zu genießen und kann eher das Gegenteil von dem bewirken, was damit bezweckt wird, vor allem zu Beginn einer Beziehung. Verkneifen Sie sich auch zweifelhafte Anfeuerungsrufe.
Passivität ist aus männlicher Sicht alles andere als erotisch, auch vermeintliche Figurprobleme sollten nicht im Bett diskutiert werden. Wenn die Frisur wichtiger ist als hemmungsloser Sex, katapuliert sich Frau damit leicht ins Abseits. Ein paar kleine Rettungsringe schlagen keinen Mann in die Flucht. Arroganz und Zickigkeit hingegen, gehen im Bett gar nicht. Hat eine Frau mal keine Lust, besser liebevoll darüber reden. Wenn sie es allerdings gar nicht schafft, sich fallen zu lassen, so schlägt das Mann schnell in die Flucht. Ebenso nervig kann für ihn ein ewig langes Vorspiel und ständiger Kuschelsex sein. Und danach? Bloß nicht ewig darüber reden!
Was in der ersten Nacht noch toleriert und als Kompliment empfunden wird, sollten Sie sich nicht zur Gewohnheit machen: Die Liebste mag es in der Regel gar nicht, wenn sie aus dem Tiefschlaf gerissen wird, um Ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Auch wenn Sie über ein riesiges Repertoire an Sexspielzeug verfügen, zeigen es Sie ihr nicht am Anfang der Beziehung, denn jetzt ist eher Zärtlichkeit gefragt. Ebenso problematisch zu Beginn ist die Aufnahme von Sex-Videos. Auch der Wunsch, in einen Swinger-Club zu gehen, ist eher etwas für "altgediente" Paare. Wenn Ihre Liebste sich gerade teure Dessous gekauft hat, reißen Sie sie ihr bloß nicht achtlos vom Leib. Von gelegentlichen Quickies abgesehen, sollten Sie möglichst nicht aufs Vorspiel verzichten und nicht sofort zur Sache kommen, auch wenn Sie noch so scharf sind. Und natürlich machen Sie sich auch nicht beliebt, wenn Sie nach fünf Mal rein und raus bereits fertig sind.
Weibliche und männliche Vorlieben und Abneigungen stimmen nicht immer überein, siehe Vorspiel. Da sexuelle Themen oft sehr heikel sind und die Gefahr, den Partner zu verletzen, groß ist, sollte man hier mit großem Bedacht vorgehen. Bedürfnisse sollten nicht unterdrückt, aber sehr vorsichtig formuliert werden. Besser keine Kritik, sondern lieber Wünsche äußern. Mit der Zeit gelingt es so ganz sicher, die beiderseitigen sexuellen Erwartungen aufeinander abzustimmen.
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