Wenn Sie gerne (s)experimentieren und Fesselspielen gegenüber generell nicht abgeneigt sind, sollten Sie einmal nach Asien blicken und eine exotische Variante der Fesselkunst ausprobieren: Japan Bondage. Der Berater zeigt Ihnen, auf was Sie achten müssen, damit das zu einem lustvollen Spiel wird.
Bei der japanischen Fesselkunst wird nach vorgegebenen Sets eine Person mit Seilen gefesselt. Üblicherweise werden erst die Hände und dann der Körper gefesselt. Haupt-Tabuzone ist der Hals, dort hat das Seil nichts verloren. Aber auch überall da, wo Nerven direkt unter der Haut laufen, ist Vorsicht geboten. Unter Kennern der Japan Bondage sind sogenannte Hängefesselungen beliebt, in welcher die gefesselte Person während eines kurzen Moments (maximal drei Minuten) in der Luft schwebt. Hängefesselungen eignen sich aber nicht für Anfänger, da sie gerade bei Ungeübten große Risiken bergen.
Die japanische Fesselkunst ist einerseits so beliebt, weil sie die bondagierte Person in unbequemen bzw. aufregenden Positionen zeigt. Auch der Akt des Fesselns selbst ist beliebt, und dauert im Vergleich zum amerikanischen Bondage relativ kurz. Die Japan Bondage kann auch als Vorspiel genutzt werden, um nach dem Fesselakt ins Bett zu wechseln. Der Sex mit einer bondagierten und somit bewegungseingeschränkten Frau wird von Anhängern als sehr aufregend empfunden. Außerdem stärkt der gesamte Akt das Vertrauensverhältnis zwischen Partnern, die sich auf die Fesselkunst einlassen.
Bevor sie Ihre Partnerin fesseln oder sich selbst fesseln lassen, sollten Sie ausführlich besprechen, wie weit Sie gehen wollen und dürfen. Rückmeldungen besonders zu Störungen oder Schmerzen sind wichtig, damit sie gleich behoben werden können. Achten Sie darauf, dass immer ein Finger zwischen Seil und Haut passt. In Japan werden Hanf- und Juteseile verwendet, die einen Durchmesser von fünf bis sechs Millimetern haben. Als Alternative kommen Baumwollseile infrage, von Kunststoffseilen wird abgeraten, da sie Verbrennungen auf der Haut zurücklassen können.
Bevor Sie Ihre Liebste fesseln, sollten Sie sich umfassend informieren. Mittlerweile gibt es zahlreiche Workshop-DVDs, Bücher (z.B. „Japan Bondage - Das Bondage-Handbuch Spezial“; Black Label, 24 Euro) oder persönliche Workshops, die Sie in die Kunst der Japan Bondage einführen. Dort können Sie sich beim Ausprobieren und Üben auch über Risiken und Praktiken informieren. Das ist wichtig, um den Akt für Sie und Ihre Partnerin lustvoll zu gestalten. Und dann: viel Spaß beim Fesseln!
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