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Die sieben größten Sex-Irrtümer

 

Klar, mit der Liebe kennen wir uns alle bestens aus. Schließlich sind wir Profis. Doch trotzdem halten sich hartnäckig skurrile Sex-Irrtümer. Der Berater klärt die sieben größten Missverständnisse auf. Hätten Sie's gewusst?

Wir praktizieren bis zu 587 verschiedene Sex-Stellungen, kennen die Anatomie unserer Liebsten und den eigenen Körper wie unsere Westentasche. Doch trotzdem haben sich viele Sex-Irrtümer eingeschlichen, die sich hartnäckig halten und von denen kaum jemand weiß, dass alles in Wahrheit ganz anders ist. Der Berater deckt die sieben größten Sex-Irrtümer für Sie auf.

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Sex-Irrtümer: Worüber in der Schule nie gesprochen wurde...

Sex-Irrtum Nummer 1: Alkohol macht Lust auf Sex

Klar, Alkohol enthemmt. Selbst der schüchterne Angsthase wird so zum mutigen Aufreißer. Dazu wird die Leidenschaft ordentlich vom Alkohol angeheizt. Aber ist das wirklich so? Entscheidend ist, wie viel Promilleträchtiges man in sich hineingeschüttet hat. Ist man nur leicht angeheitert, kann die Libido durchaus stimuliert werden. Bei größeren Alkoholmengen wird zwar der Sex aggressiver und rücksichtsloser, die Fähigkeit zum Höhepunkt zu gelangen, ist aber deutlich geringer. Bei extremer Trunkenheit ist zwar oft der Geist noch willig, die Standfestigkeit aber schwach...

Sex-Irrtum Nummer 2: Nur Menschen praktizieren Analverkehr

Klingt logisch, schließlich dient bei Tieren der Geschlechtsverkehr einzig und allein der Fortpflanzung. Doch einige Affenarten halten offenbar nichts von dieser Regel und praktizieren sexuelle Spielarten, die nur dem Vergnügen dienen. Die Bonobo-Affen zum Beispiel können von Analverkehr gar nicht genug bekommen. Bei Pavianen gehört es sogar teilweise zum Begrüßungsritual, dass das Weibchen dem Männchen kurz ihr Hinterteil anbietet.

Sex-Irrtum Nummer 3: Sex wird mit dem Alter immer unwichtiger

Opi hat auch noch Sex. Mit dieser Vorstellung müssen wir uns abfinden. Viele Menschen sind auch in hohem Alter noch sexuell aktiv - nur nicht mehr ganz so oft. Die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs nimmt ab, dafür werden aber die Empfindungen intensiver. Viele Alte sind mit ihrem Sexleben zufriedener als junge Leute.

Sex-Irrtum Nummer 4: Nur Frauen haben einen G-Punkt

Die meisten Sexualforscher halten die Existenz eines G-Punkts bei Frauen für bewiesen. Doch nicht nur Frauen haben diesen hochsensiblen Lust-"Knopf". Männer haben nämlich auch ein vergleichbares Erregungszentrum: die Vorsteherdrüse (Prostata). Dieses Organ, das unterhalb der Blase sitzt und die Harnröhre umgibt, produziert einen Großteil der Samenflüssigkeit. Wird diese Stelle stimuliert, erleben viele Männer ein "Pumpen und Aufwallen, das als wesentlich tiefer empfunden wird als die eher oberflächlichen Sensationen, die vom Penis ausgehen", erklärt Jürgen Brater im "Lexikon der Sexirrtümer. 500 intime Richtigstellungen von Aufklärung bis Zungenkuss" (Eichborn Verlag).

Sex-Irrtum Nummer 5: Beschnittene Männer können länger

Ist ein Mann beschnitten, ist die Eichel als der sensibelste Teil des Penis, unbedeckt - und bekommt dadurch jede Menge Reibung ab, z. B. durch Unterwäsche. Doch wirkt sich diese "Abhärtung" auch aufs Stehvermögen aus? Nein, unter beschnittenen Männern gibt es genauso viele wie unter unbeschnittenen, die unter vorzeitigem Samenerguss leiden.

Sex-Irrtum Nummer 6: Zu viel Sex leiert die Vagina aus

Täglich Sex - und nach einem Jahr ist die Vagina ausgeleiert? Ganz im Gegenteil. Durch regelmäßiges "Trainieren" werden deren Muskeln sogar gestärkt - was sich positiv aufs Liebesspiel auswirken kann. Früher hat man Frauen dieses Schauermärchen aufgetischt, damit sie ihre Sexualität zügelten.

Sex-Irrtum Nummer 7: Spermien haben es auf dem Weg zur Eizelle sehr eilig

Spermien versuchen, so schnell wie möglich zur Eizelle zu gelangen. Schließlich "gewinnt" nur die erste. Oder? Spermien werden zwar mit ca. 17 km/h aus dem Penis geschleudert, in der Vagina lassen sie sich aber extrem viel Zeit: Mit 0,0002 km/h legen die kleinen Schwimmer nur 3 bis 4 mm pro Minute zurück.

Angelika Zahn
 

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