Der Frühling ist für Liebe und Sex die beste Zeit, der Herbst hingegen ist eher für Dunkelheit und Depressionen bekannt. Das zumindest ist die landläufige Meinung. Dass das gar nicht stimmt, haben jetzt Forscher der Universität München herausgefunden: Ihnen zufolge haben die Deutschen nie besseren und vor allem mehr Sex als im Herbst. Nebenbei ist der Herbst auch fördernd für Beziehungen: Aus manchem Sommerflirt wird so leicht eine Partnerschaft. Wieso wir im Herbst so reagieren, weiß der Berater.
Unser Gehirn tut im Herbst alles, um die Liebe und Zweisamkeit zu fördern. Die Aktivitäten im rechten Stirnlappen, wo Traurigkeit, Angst und Aggression entstehen, werden zurückgefahren. Andererseits werden die vier Bereiche im Gehirn, die Zärtlichkeitsgefühle produzieren, stärker durchblutet. Zusätzlich wird im Herbst vermehrt das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Es verursacht das typische Gefühl des Verliebtseins und ist natürlich auch ein Garant für guten Sex.
Im Herbst erreichen sowohl Testosteron als auch Östrogen Spitzenwerte – das kurbelt natürlich den Sexualtrieb entsprechend an. Der Grund dafür liegt im menschlichen Auge: Die Netzhaut meldet an einen kleinen Nervenkern im Zwischenhirn, dass das Schwungrad unserer tageszeitlichen Abwechslungen im Herbst etwas ruhiger laufen soll. Das heißt in einfachen Worten: Wir konzentrieren uns im Herbst mehr auf uns selbst, anstatt auf äußere Einflüsse. Daher werden auch unsere Bedürfnisse und die des Partners mehr in den Vordergrund gestellt.
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