| Mehr
Suche
Ihre Frage an den Berater
Geben Sie hier Ihre Frage an den Berater ein. Leider können wir nicht alle Anfragen veröffentlichen

Anzeige

Der Berater auf  Twitter
Folge Sie uns auf Twitter




Weitere Fragen
So schlüpfrig das Wort auch klingt: In unseren zahlreichen, einschlägigen Sexuallexika konnten wir nichts dazu...
„Puff“ war ursprünglich ein Würfelspiel. Da die Sache mit der käuflichen Liebe schon immer ein heikles Thema war...
Luftgitarre spielen war gestern — heute macht man „Air Sex“. Erfunden haben ihn die Japaner. Im Land der...
Die Bezeichnung für Selbstbefriedigung geht auf die alttestamentarische Gestalt Onan zurück (Genesis 38,8-10)....
Nein. Aber es ist keine gute Idee. Gleitgel wurde schließlich extra erfunden, weil es besser funktioniert als...

Sex-Fortschritt: Diese Erfindungen beruhen auf Erotik

 

Ohne Sex geht nichts, und das betrifft nicht nur die Fortpflanzung: Ohne Erotik säßen die Menschen immer noch auf den Bäumen. Denn Sex ist die Kraft, die großen Erfindungen und Erkenntnissen zum Durchbruch verhalf. Der Berater nennt sechs verblüffende Beispiele.

Eigentlich wussten wir das ja schon immer: Sex setzt unglaubliche Energien frei. Und die sind nicht nur im Bett, sondern oft auch in anderen Lebensbereichen von Vorteil. Denn nicht wenige Erfindungen wurden nur gemacht, weil die Menschen Lust haben. Hier die Verblüffendsten, die wir der Erotik zu verdanken haben.

Sex-Fortschritt: Ohne die Lust wäre der Reißverschluss wohl nie erfunden worden

Der Gummi

Was wäre ein Auto ohne Reifen? Höchstens eine Holzkutsche. Schon lange bevor Gummi auf die Felgen kam, zog man ihn zu weit vergnüglicheren Zwecken über. Als Charles Goodyear 1844 das Vulkanisierungspatent einreichte, war das Automobil noch nicht mal erfunden. Doch Goodyear wusste, was Männern wirklich Spaß macht. Er schuf das erste Kondom aus Naturkautschuk — mit einer Längsnaht versehen und einer Wandstärke von über einem Millimeter. Wenig gefühlsecht, aber sofort ein Renner. Diese Erfindung brachte bald ein weiteres Geschäft auf Trab: den diskreten Versandhandel.

Der Reißverschluss

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatten es Männer schwer: Sie mussten Kordeln, Knöpfe, Haken und Ösen öffnen, um ihre Liebste aus den Kleidern zu schälen. Neben dem Korsett waren vor allem Röcke und Hosen eine schwere Hürde für den Sex. Doch 1893 stellte der amerikanische Ingenieur Whitcomb L. Judson auf der Weltausstellung in Chicago seinen „Klemmöffner und -schließer für Schuhe“ vor: zwei Reihen aus Metallzähnen, die ineinandergriffen. Die Firma Walker stellte den Reißverschluss bald auch für Hosen und Röcke her — Inhaber Lewis Walker hatte erkannt, dass es manchmal schnell gehen muss. Während man im Haute-Couture-Land Frankreich die fortschrittlichen Schließer aus Amerika noch bis 1945 als hässlich empfand, begeisterten sich überraschenderweise die prüden Engländer schnell dafür: 1935 gab es hier die ersten Männerhosen mit Zipper.

Die Pharmaindustrie

Carl Djerassi hieß der Mann, dem die Pharmaindustrie bis heute einen Großteil ihres Umsatzes verdankt. Der amerikanische Arzt entwickelte 1951 ein Medikament, das bald von Alaska bis China zum Einsatz kommen sollte: die Pille. Zuerst nur als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden verordnet, wurde sie 1961 als Verhütungsmittel zugelassen — anfangs nur für verheiratete Frauen. Doch bald reklamierte die Frauenbewegung das Hormonpräparat für sich — als Teil ihrer Freiheit. Entwicklungshelfer setzten es in Indien und Afrika gegen Überbevölkerung ein. Der nächste Streich folgte Ende der 80er-Jahre: Der Pfizer-Konzern brachte ein Kreislaufmittel auf den Markt, das heute die Nummer 1 im Internet-Handel darstellt: Viagra.

Die Fotografie

Schon zwei Jahre nachdem Louis Daguerre 1839 die Technik der Daguerreotypie — der Ur-Fotografie — erfunden hatte, erschien in Frankreich das erste Lehrbuch der Aktfotografie. Durch neue Verfahren wurde um 1850 die Aktfotografie ein Riesengeschäft, denn die „stereoskopischen Apparate“ zeigten auf Jahrmärkten Damen mit gelöstem Mieder im 3-D-Effekt für ein paar Cent. Man konnte bei Händlern die Stereogramme für den privaten Vorführapparat ausleihen wie heute DVDs. Die klassische Aktfotografie bekam durch ihre Pioniere Auguste Belloc und Philippe Derussy bald den Status echter Kunst. Die große Nachfrage privater Sammler schob eine weitere technische Neuerung an: den Massendruck.

Der Psychiater

Seit Freud weiß jeder: Hinter allem stecken Sex und der Gedanke daran. Doch bereits Mitte des 19. Jahrhunderts füllten sich die Praxen der Psychiater mit Patientinnen, da sich eine angebliche Frauenkrankheit epidemieartig ausbreitete: die Hysterie. Die Nervenärzte wandten sich diesem Phänomen besonders gern zu, da es gutes Geld brachte. Unzählige Frauen legten sich auf die Couch, wo sie Linderung bekamen: Indem der Psychiater ihnen manuell zum Orgasmus verhalf. Denn hinter der Hysterie verbarg sich meist nur sexuelle Frustration: Freudencouch statt freudscher Couch. 1869 erfand dann der US-Arzt George Tayler den dampfbetriebenen Vibrator, um sich und den Kollegen die harte Arbeit zu erleichtern.

Das Internet

Computer waren lange nur in der Verwaltung und beim Militär im Einsatz — dementsprechend pragmatisch (um nicht zu sagen: langweilig) waren ihre Nutzer. Als Bill Gates in seiner Garage den Personal Computer erfand, änderte sich zunächst nicht viel. Gegen Ende der 70er-Jahre kamen MUDs (Multiuser Domains) auf, in denen vor allem Studenten eines haben wollten: Spaß mit dem anderen Geschlecht. Diese virtuellen Gemeinschaften waren die Urform von Chat und Cybersex — noch bevor es das World Wide Web gab. Die Darstellung von nackten Damen — möglich durch die ersten browserfähigen Grafikprogramme — machten das Internet Anfang der 90er zum Massenmedium.

Klaus Mergel
 

Kommentare

 Der Berater.de Alles, was Männer wissen müssen