Die Holländerin Goedele Liekens beschäftigt sich in ihrem "Das Penis Buch" (Heyne Verlag, 9,99 Euro) intensiv mit tierischen Kosenamen. Und räumt gleich mal mit einigen altbewährten Klischees auf. Ihr Sex dauert anderhalb Stunden? Glückwunsch! Sie denken, das gehauchte "Du Hengst" Ihrer Bettpartnerin sei eine Anerkennung Ihrer Leistung? Falsch! Denn der Hengst, liebe Herren, hat zwar ein Gerät von bis zu 90 Zentimetern, kann damit aber überhaupt nicht umgehen. Stattdessen spielt er das alte Spiel: rauf, rein, raus, runter. Das können Sie nicht wollen. Oder?
Vorsicht, wenn die Liebste Sie einen "Tiger im Bett" nennt. Das kann zwar gut und gerne heißen, dass sie ein wilder, ja ein beinahe tierischer Liebhaber sind. Dummerweise kann es aber auch schlicht und ergreifend heißen, dass Sie eine kleine Nudel haben. Glauben Sie nicht? Ist aber so: Der Tiger hat einen im Verhältnis zum Körper winzig kleinen Penis. Und auch, wenn er damit zehn Mal am Tag kann, ist das ja wohl kein Kompliment. Lassen Sie sich lieber als Blauwal bezeichnen: Der Meeresgigant hat nämlich ein Gerät von 2,75 Metern Länge im Durchschnitt. Noch nicht genug? Wie wäre es dann mit der Entenmuschel: Deren Penis wird bis zu dreißig mal länger als sie selbst. DAS wäre mal ein Kompliment!
Vergleiche mit putzigen, niedlichen Erdenbewohnern erinnern ja sowieso bereits beim Aussprechen an Kastration. Diese Fakten lassen das Ganze in noch trüberem Licht erscheinen: Ihre Herzdame nennt Sie Mausebär? Sie Armer! Den kleinsten Penis aller Säugetiere hat nämlich die Spitzmaus - 5 Millimeter wird das Gürklein groß. Auch beim Bären wird's nicht besser: Der Koala zeichnet sich nämlich durch seinen gabelförmigen Penis aus.
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