Marvin Gaye auflegen und mit seiner Verabredung in enger Verwicklung durch die Laken gleiten? Bitte nicht! Die Zeiten der Kuschelrock-Sampler und Schmuseklassiker sind vorbei. Heute muss Ihre Playlist schon mehr bieten, als abgeschmackten Soul. Nehmen Sie lieber neuen, frischen. Hier sind die fünf Alben, die Ihnen die richtige Stimmung für die Nacht bescheren. Immer und immer und immer wieder.
Nur wichtige zwei Tipps vorweg: Zu aufdringliche Musik verschreckt jede Frau. Sie ahnt, was kommt – und Sie wirken peinlich. Und: Die Musik sollte bereits laufen, wenn die Dame den Raum betritt. Oh, und noch die Sache: Sehen Sie von Schwafeleien über Musik ab. Niemand will hören, wann dieses oder jenes Album erschienen ist, wer es produziert und wer das Cover gestaltet hat. Außer, Sie laden Rihanna oder Miley Cyrus zu sich ein.
Die Mutter aller Chill-Out-Alben. Der Klassiker. Das Debüt-Album des französischen Elektro-Duos Air bietet eine atmosphärische Spielweise. Drehen Sie es laut auf, lassen Sie es im Hintergrund plänkeln – es wird Sie nie enttäuschen. Auf der 1998 erschienen Platte wechseln sich sphärische und rhythmische Stücke ab – ohne langweilig oder gar kitschig zu wirken. Ziemlich treffend für eine Liebesnacht, nicht? Finden wir auch.
Schmalz, rufen jetzt die Männer. Schmelzen, hauchen die Frauen. Besonders beim Song "Melt" mit Kilo Kish. Wenn Sie Ihre Schüchternheit überwinden können, um ein Stück näher zu rutschen und die Schwelle zum Kuss zu überschreiten: Chet Fakir wird Ihnen Hilfestellung geben. Jeder Beginn eines Tracks ist die neue Einladung, sich nun aufeinander zu stürzen. Der australische Soul-Barde singt mit butterweicher Stimme über schleppende Hip Hop-Beats. Und erzeugt eine leicht anrüchige, treibende Stimmung.
Der LoFi-Blues der Black Keys hört sich genauso dreckig an, wie die Keller, in denen er aufgenommen wurde. Gitarrist und Sänger Dan Auerbach und Drummer Patrick Carney poltern sich durch ihr sechstes Album. Perfekt für angetrunkene und sehr ausgelassene Abende mit Frauen, die gern Retro-Sonnenbrillen tragen und sich den Namen ihrer besten Freundin in Kalligraphie aufs Handgelenk tätowieren lassen. Nichts für langsame Annäherungen, sondern eher zum Übereinanderherfallen.
Eine gefährliche Platte. Sie lädt zum Flüstern ein und kratzt nah an der Grenze zur absoluten Stille. Doch Vorsicht: Fast keine Frau unter 30 hat nicht schon einmal mit ihrem Ex-Freund "The XX" im Bett gehört. Um keine misslichen Erinnerungen zu wecken, sollten Sie das Album also in eine Playlist einfügen und die Titel spärlich dosieren.
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