Sie riecht nach sich selbst, ist ungeschminkt und ihre Haare sind zerzaust – wundervoll. Langsam pirschen Sie sich ans Objekt Ihrer Begierde, lassen sie Ihre Erektion spüren. Die Frau in Ihrem Bett schmiegt sich genüsslich an und gemeinsam kommen sie so richtig in Fahrt. Hallo! Aufwachen, wir wissen alle, dass das einer dieser Träume ist, die viel zu selten wahr werden. Denn oft wird Ihr Annäherungsversuch ignoriert und mit Wegdrehen quittiert. Oder sie springt hysterisch auf und lässt ein: „Oh Gott, ich muss doch ins Büro!“ folgen. Doch woran liegt es, dass Männer schon morgens zu Hochformen auflaufen, Frauen hingegen nicht viel für Sex in aller Herrgottsfrühe übrig haben?
Für die morgendliche Lust ist das Sexualhormon Testosteron verantwortlich. Bei Männern wird das Hormon in den Hoden und in geringen Mengen auch in der Nebenniere gebildet. Der Testosteronspiegel schwankt im Tagesverlauf. Am höchsten ist er, und das erklärt auch die morgendliche Lust, zwischen acht und zehn Uhr. Denn über Nacht reichert sich der Testosteronspiegel auf natürliche Weise an und steigt morgens um 30 Prozent. Kein Wunder also, dass Ihre Libido beim Aufwachen überschäumt.
Auch Frauen produzieren das Lusthormon, ihr Testosteronspiegel ist jedoch niedriger als der männliche. Außerdem benötigt eine Frau viel mehr als nur Hormone, um Lust zu entwickeln. Erst wenn sie den Kopf frei hat, entspannt und ausgeglichen ist, gelingt es ihr, sexuelles Verlangen entstehen zu lassen. Und der beste Moment hierfür: abends! Die Kinder sind im Bett, Bürosorgen erst mal vergessen und nach einem heißen Bad kann sich das weibliche Wesen so richtig fallen lassen. Dumm nur, dass Sie zu dieser Zeit, nach dem dritten Bier und einem mehr oder weniger ereignislosen Zweitligaspiel, schon längst auf der Couch eingeschlafen sind. Sie merken schon, es scheint ein Ding der Unmöglichkeit, beide Tagesrhythmen auf einen Nenner zu bringen.
Wir halten fest: Frauen brauchen Ruhe, Entspannung und einen sorgenfreien Kopf, um ihre volle sexuelle Lust zu entfachen. Das Zauberwort heißt deshalb: Urlaub! Die Stimmung ist ausgelassen, keine Verpflichtungen und viel mehr Zeit morgens ein bisschen länger im Bett zu bleiben. Vor allem ein Trip in die Sonne regt die Fantasie an und mit Aussicht auf ein Frühstück unter Palmen wird sich sicher auch Ihre Liebste zu einem morgendlichen Schäferstündchen hinreißen lassen. Keine Zeit wegzufahren? Ein relaxter Sonntagmorgen tut’s auch. Lassen Sie die Frau aber vorher ruhig noch einmal ins Bad verschwinden. Viele Frauen verspüren nämlich Hemmungen, wenn sie mit fahlem Atem und zerknittertem Gesicht die sexy Geliebte mimen sollen. Mit geputzten Zähnen und gekämmten Haaren wird sie sich gleich wohler fühlen. Locken Sie sie dann wieder ins Bett. Sie macht sich rar? Probieren Sie es mit Streicheleinheiten und Liebkosungen, dann erwacht die Lust oft von ganz alleine. Denn der Appetit kommt bekanntlich beim Essen ...
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