Als Single haben Sie mit einem Besuch im Swingerclub keine Probleme. Schlagen Sie hingegen Ihrer Freundin den Swingerclub vor, müssen Sie mit Vorwürfen, Tränen oder Trennungsgerüchten rechnen. Frauen zweifeln an sich selbst und an der Liebe ihres Partners, wenn er vorschlägt zu teilen. Ist Ihre Süße keine Verfechterin von Sex im Freien und dem Vergnügen zu dritt deutlich abgeneigt, haben Sie somit keine Chance, einen Swingerclub jemals von innen zu sehen. Lässt sie sich auf das Abenteuer ein, besprechen Sie im Vorfeld genaustens, wer was wo und mit wem machen darf. Geben Sie Ihrer Freundin zu jeder Zeit ein sicheres Gefühl und lassen Sie sie nicht alleine im Swingerklub stehen. Der Besuch ist als Paarerlebnis zu verstehen und nicht als Gelegenheit, ungestraft mit anderen Frauen ins Bett zu gehen.
Den passenden Swingerclub suchen Sie sich im Internet raus. Vergleichen Sie die verschiedenen Klubs in Ihrer Region auf Professionalität und Ambiente. Am besten entscheiden Sie sich für ein Angebot, das nicht unbedingt in Ihrer direkten Umgebung liegt. „Auf gute Nachbarschaft“ funktioniert im alltäglichen Leben nämlich besser, als beim erotischen Abendvergnügen. Einmal angekommen werden Sie mit Sicherheit über das äußere Erscheinungsbild des Klubs erstaunt sein: versteckte Parkplätze, keine Reklametafeln oder Sonderangebote. Ein guter Swingerclub überzeugt durch Diskretion anstatt Pornoambiente. Neulinge werden vom Betreiber persönlich in den Räumlichkeiten herumgeführt und erfahren, wie das Swingen abläuft. Jeder Besucher bekommt einen eigenen Kleiderspind, wo er seine Straßenkleidung ablegt. Schmuck und andere Wertgegenstände können Sie getrost zu Hause lassen. Danach wird geduscht und in legerer Garderobe betritt man dann den Barbereich. Trinken und Essen sind in der Regel im Eintrittspreis inbegriffen. Sollten Sie Kondome, Abfalleimer und gutes Benehmen unter den Gästen vermissen, verschwinden Sie schnellstens wieder. Swingen hat nichts mit unkontrolliertem Gruppensex zu tun.
Hygiene ist das A und O beim Swingen. Halten Sie sich deshalb an das Gebot, vor Betreten der Klubräumlichkeiten zu duschen. Machen Sie im Schwimmbad ja auch, ohne mit den anderen Badegästen intim zu werden. Wer viel schwitzt, leiht sich im Swingerclub ein Handtuch aus. Nicht unbedingt sexy, erfüllt aber seinen Zweck auf Barhockern und Liegematten. Körperhygiene bezieht sich hier ebenfalls auf Körperbehaarung, Maniküre und Pediküre. Wenn Sie aussehen wie ein Affe auf Brunft, spricht Sie sicherlich niemand an.
Sorgen Sie für ein gewisses Maß an erotischer Spannung. Obwohl man natürlich weiß, worauf die Zusammenkunft im Swingerclub hinausläuft, sollte man etwas zusammen trinken oder essen. Das lockert die Stimmung und animiert zu Gesprächen.
Sex findet im Swingerclub – in welcher Konstellation auch immer – nur in den dafür eingerichteten Bereichen statt. Verführen Sie also niemanden im Buffetbereich oder in der Dusche. Darauf folgt normalerweise der Rausschmiss. Verzichten Sie zudem auf allzu außergewöhnliche Sex-Praktiken. SM und Bonding sind nur etwas für den privaten Bereich. Es sei denn, der Swingerclub veranstaltet einen Themenabend.
Swinger sind Freigeister und duzen sich untereinander. Trotzdem ist Respekt ein wichtiger Bestandteil der Swingerkultur, weshalb zum gemeinschaftlichen Vergnügen eine große Portion Einfühlungsvermögen gehört. Gefällt Ihnen eine Frau, ein Mann oder ein Pärchen, tasten Sie sich vorsichtig heran. Sind Sie nicht an der Theke ins Gespräch gekommen, können Sie es auf der Spielwiese versuchen. Hören Sie ein deutliches „Nein“ oder wird Ihre Hand weggeschoben, ziehen Sie sich wieder zurück. Wer vehement an seinen Annäherungsversuchen festhält, wird vom Betreiber höflich darum gebeten, den Swingerclub zu verlassen. Unter Umständen wird ein Hausverbot ausgesprochen.
Kondome sind dazu da, um sie zu benutzen und nach Gebrauch ordnungsgemäß zu entsorgen. Leiden Sie unter einer Geschlechtskrankheit, bleiben Sie dem Swingerclub bitte fern.
Solisten und Paare sind im Swingerclub gleichermaßen willkommen. Möchten Sie nur zuschauen und selbst Hand anlegen, halten Sie sich bedeckt. Verliebte, die gerne Zuschauer haben, dürfen sich auch nur zu zweit ins Sex-Vergnügen stürzen. Reichen Ihnen die Blicke der anderen Besucher irgendwann nicht mehr aus, laden Sie einfach zum Mitmachen ein oder arrangieren einen Partnertausch. Die wichtigste Regel ist wie immer: Alles geht, nichts muss. Dass die Begegnungen aus dem Swingerclub im Club bleiben, versteht sich von selbst. Erste Dates sind seltsam, wenn man schon weiß, wie der andere nackt aussieht.
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