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Ist Cybersex Fremdgehen?

 

Die schönsten Mädels aus aller Welt nackt sehen, Paaren beim Sex zuschauen, selbst vor der Webcam posieren und dabei masturbieren - muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man das tut, eigentlich aber seine/n Partner/in liebt? Der Berater hat eine Cybersex-Erfahrene gefragt.

Tatjana, 38, lebt in einer glücklichen Beziehung. Sie liebt Sex und hat viele anregende Fantasien, auch mit anderen. Doch vor der berüchtigten "Lust auf fremde Haut" braucht ihr Freund keine Angst zu haben. Denn Tatjana fasst keinen Fremden an. Dennoch kommt sie regelmäßig mit Anderen zum Orgasmus: vor der Webcam. Über die Portale www.joyclub.de, www.poppen.de oder cam4.com findet sie ihre Partner. Als Kontaktmittel benutzt sie am liebsten Skype.

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Sex ohne Anfassen: Ist Cybersex schon Fremdgehen?

Cybersex – Cam to Cam

Tatjana betreibt jedoch nicht das wirklich öffentliche Präsentieren vor unzähligen Zuschauern, sondern beschränkt sich auf Cam to Cam, also nur zu zweit, mit einem Onlinedate. Sie gibt allerdings zu, dass es sie auch reizen würde, sich bei Cam4 richtig öffentlich zu zeigen. Das ist ihr aber zu riskant. "Ich muss nicht irgendwann ein Filmchen von mir im Netz finden. Sind ja leider nicht alle so nett."

Cybersex - visueller Telefonsex

Webcamsex empfindet sie nicht als Fremdgehen. "Das ist für mich im Prinzip nur eine Erweiterung vom Mailen oder von Telefonsex. Mit einem zusätzlichen Reiz - der Optik! Man wirft ja auch keinem Untreue vor weil der- oder diejenige sich Pornos ansieht!"

Cybersex - Ausleben ohne schlechtes Gewissen

Für Tatjana ist diese virtuelle Sexvariante eine gute Möglichkeit, sich sexuell auszuleben, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, das sie bei realen Dates ihrem Freund gegenüber - der übrigens nichts von ihren Cam-Rendevous weiß - hätte. Was sie reizt, sind die unbegrenzten Möglichkeiten. "Man kann sex toys einsetzen und vielleicht sogar am anderen Ende zu zweit sein. Ich hätte gerne mal ein camdate mit einem netten Pärchen. Der Phantasie sind ja so gut wie keine Grenzen gesetzt." Wichtig für sie ist nur "dass es sich entwickelt." Extrem abturnend findet sie es, wenn ihr Onlinedate sofort verlangt, sie soll die Beine breit machen oder ähnliche Überdeutlichkeiten. "Am besten ist es, wenn sich aus einem neutralen Gespräch die Lust entwickelt", findet Tatjana.

Cybersex - weiblicher Voyeurismus

Tatjana lässt sich aber nicht nur gerne zuschauen, sie schaut auch gerne zu. Doch dabei sollte es natürlich nicht bleiben, findet sie. "Frauen sollten sich von dem Gedanken frei machen, alle Männer fänden es toll, ohne Gegenleistung vor der cam eine Show zu machen." Geben und Nehmen ist ihr wichtig.

Anne Hanssen
 

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