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„Ich bestimme, wann du kommst!“: So funktioniert Orgasmuskontrolle

 

Was verboten ist, wird doppelt reizvoll. So auch beim Sex. Warum also diese Tatsache nicht ins Liebesspiel mit einbeziehen? Der Berater verrät, was den Kick bei der Orgasmuskontrolle ausmacht.

Orgasmuskontrolle ist ein Machtspiel, wobei die Rollen wechseln können. Einer bestimmt, ob und wann der andere zum Orgasmus kommen darf. Orgasmuskontrolle basiert auf der Grundlage von „scharfmachen“ und „zappeln lassen“ (englisch: „teasing and denial“). Der dominante Part erzeugt sexuelle Erregung beim devoten Partner, stachelt ihn immer wieder an, verweigert ihm aber die sexuelle Befriedigung. Dabei kann das „Scharfmachen“ - beim weiblichen Part - alleine durch verführerische Kleidung oder aufreizende Dessous von statten gehen, aber auch durch bestimmte Gesten oder verbale Signale, bis hin zu körperlichen Stimulationen, die immer wieder unterbrochen oder ganz ausgesetzt werden. Das kann innerhalb eines einzigen Liebesspiels passieren, es kann aber auch über Tage oder sogar Wochen ausgedehnt werden.

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Kommen wollen, aber nicht dürfen: Orgasmuskontrolle kann sehr prickelnd sein

Orgasmuskontrolle: Ein Spiel braucht Regeln

Wie bei jedem Spiel, braucht es auch hier Regeln, die Sie vorab miteinander aufstellen sollen. Insbesondere sollten Sie beide Ihre Wünsche und Vorstellungen äußern und die Grenzen genau abstecken. Wichtig ist, dass Anfangs- und Endpunkt des Spiels festgelegt werden. Und Sie sollten sich immer auch die Möglichkeit zugestehen, das Spiel abzubrechen. Auch Belohnungen und Bestrafungen sollten Sie festsetzen. Wobei die schlimmste aller möglichen Strafen die ist, dass der nächste Orgasmus noch weiter hinausgezögert wird.

Orgasmuskontrolle als „therapeutische Maßnahme“

Für Frauen mit Orgasmusproblemen kann dieses Spiel zur Erfüllung ihrer lang gehegten Sehnsüchte führen. Verwöhnen Sie sie zum Beispiel solange mit der Zunge, bis sie kurz vor der Explosion steht und hören dann abrupt auf. Wenn Sie das ein paar Abende hintereinander praktizieren, wird sie darum betteln, zum Orgasmus kommen zu dürfen.

Was den speziellen Kick der Orgasmuskontrolle ausmacht

Ruck-zuck-Sex ist hier fast ausgeschlossen. Beide Partner gehen mehr aufeinander ein, es kommt wieder zu einem Werbeverhalten wie zu Beginn der Beziehung, was vor allem für die Frau als positiver Kick empfunden wird. Für Sie heißt das, der Orgasmus und die Ejakulation sind sowohl länger als auch stärker, außerdem genießen Sie womöglich den Zustand permanent latent vorhandener Geilheit.
Übrigens: Noch mehr spannende Sex-Fakten finden Sie in unserem Sex-Lexikon.

Peter Henning
 

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