Sex-Studien gibt es wie Sand am Meer. Ausgelernt haben wir trotzdem nicht. Denn bei keinem anderen Thema halten sich Mythen, Gerüchte oder falsche Behauptungen so hartnäckig wie bei der Sexualität. Oft findet sich ein Quäntchen Wahrheit verpackt in ganz viel Unwahrheiten. Der Berater lüftet das Geheimnis um die fünf hartnäckigsten Sex-Mythen.
Nicht alle Männer sind gleich gut bestückt - weder in der Hose noch auf dem Kopf. Männer, die an Haarausfall leiden, tun dies oft wegen einem Überschuss an Testosteron. Und das ist auch für die Potenz verantwortlich. Ergo: Männer mit Glatze sind potenter. Doch so einfach ist es nicht: Für den Haarausfall ist nicht das Testosteron verantwortlich, sondern das Hormon DHT, das aus Testosteron entsteht. DHT killt zwar Haarwurzeln, hat auf den Rest des Körpers aber keinen Einfluss. Die Behauptung ist deshalb an den Haaren bzw. an der Glatze herbeigezogen.
Der zweite Mythos in Sachen Sex tönt einfach und plump: Dumm fickt gut! Menschen mit einem niedrigen Intelligenzquotienten haben demnach mehr Spass im Bett. Die Behauptung rührt daher, dass dumme Menschen sich angeblich eher gehen lassen können und sich weniger Gedanken um sich und ihre Umwelt machen. Doch in Wahrheit ist es genau umgekehrt, wie die Schweizer Sexualforscherin Anita Burri herausgefunden hat. In ihrer Studie mit 4000 getesteten Frauen kam heraus, dass diejenigen mit einem hohen emotionalen Intelligenzquotienten (EQ) drei Mal öfter einen Orgasmus hätten als Frauen mit einem niedrigen EQ. So können sich schlaue Frauen besser auf die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen einlassen, was beim Sex besonders von Vorteil ist.
"An der Nase des Mannes erkennt man seinen Johannes", heißt es im Volksmund. Doch haben Männer mit Stupsnäschen auch in der Hose nicht mehr als ein Stummelchen und müssen sich mit inneren Werten bei der Frau anpreisen? Mitnichten. Die Wissenschaftler Dr. Nam Cheol Park und Dr. Jong Cheol Woo von der südkoreanischen Pusan National University haben bei einer Untersuchung an 655 Männern herausgefunden, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Penislänge und der Nasengröße gibt.
Die Ideal-Vorstellung: Auf Sport wird ab sofort verzichtet, da wir mit dem Sex mindestens genauso viele Kalorien verbrennen. Doch so einfach ist es nicht. Bei einem Durchschnittsgewicht von 80 Kilogramm, zehn Minuten intensivem Sex und 20 Minuten weiterer Betätigung in den Federn verbrennen Sie klägliche 50 bis 100 Kalorien. In der selben Zeit verbrennen Sie mit lockerem Rad fahren 384 Kalorien, mit 30 Minuten Joggen gar 400 Kalorien.
Der wohl weitverbreiteste Mythos dreht sich um das beste Stück des Mannes: Je länger sein Penis sei, umso mehr Spaß bereite er seiner Gespielin. Doch das ist Humbug. Wie Lynn Hagens in ihrem Buch "Je kürzer, desto länger" schreibt, ist die Scheide ihrem vorderen Drittel am empfindsamsten, womit die Länge Ihres besten Stücks nicht relevant ist. Lange Penisse neigen dazu, instabiler und deshalb weniger befriedigend zu sein. Haben sie hingegen einen kurzen, dickeren Schwanz, ist Ihre Standfestigkeit viel eher gewährt und wird von vielen Frauen als befriedigender wahrgenommen.
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