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Killer-Spermien: Sterben für die Fortpflanzung

 

Killer-Spermien sind die Kamikaze-Krieger der Fortpflanzung: Selbstlos opfern sie ihr Leben, um ihr Revier zu verteidigen. Und zwar dann, wenn eine Frau an ihren fruchtbaren Tagen gleich mit zwei oder mehreren Männern Sex hatte, die als Erzeuger in Frage kommen. Aber wie kämpft so ein kleiner Schwimmer eigentlich?

Ob Armdrücken, Penisvergleich oder Geldprahlerei – Männer messen sich gerne mit anderen. Das gilt auch für ihren Samen. Treffen nämlich Spermien von verschiedenen Männern in ein und derselben Frau aufeinander, dann fliegen die Fetzen. An vorderster Front: die Killer-Spermien.

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Killer-Spermien: Sie vernichten alle Eindringlinge

Killer-Spermien: Wann kommen sie zum Einsatz?

Warum haben Menschen Sex? Klare Sache: weil’s Spaß macht! Eigentlich dient der Geschlechtsverkehr aber einer höheren Sache, nämlich der Fortpflanzung. Von Natur aus pocht in den meisten Menschen der sehnliche Wunsch, sich zu vermehren und den Fortbestand der eigenen Gene zu sichern. Aus diesem Grund wollen Männer ihren Samen möglichst häufig ‚aussähen’ und gehen Frauen vor allem während ihrer fruchtbaren Tage fremd. So erhöhen sie die Chance, dass potentes Sperma den Weg zu ihren Eizellen findet. Hat eine Frau aber mit mehreren Männern, die gleichermaßen potent sind, in kürzester Zeit Geschlechtesverkehr, welches Sperma hat dann eigentlich Vorrang? Gilt das Prinzip: wer zuletzt lacht, lacht am besten? Oder: wer zuerst kommt, malt zuerst? Weder noch, vermuten die Wissenschaftler Robin Baker und Mark Bellis. Sie glauben, dass die Spermien sich bekämpfen.

Killer-Spermien: Wie kämpfen die kleinen Schwimmer?

Während ein Teil des männlichen Spermas entschlossen den weiblichen Eizellen entgegen schwimmt, haben andere die alleinige Aufgabe, den Eiersuchern den Rücken freizuhalten und fremdes Sperma zu vernichten. Da Spermien aber weder Fäuste haben, mit denen sie den Gegner k.o. hauen können, noch die Möglichkeit, an Waffen zu kommen, stellt sich die Frage, wie Killer-Spermien eigentlich kämpfen. Professor Dr. Manfred Hassebrauck, Experte in Liebesfragen, kennt die Antwort: „Die Killer haben Haken an den schwanzähnlichen Verlängerungen, mit denen sie sich zu undurchdringlichen Verteidigungsringen zusammenschließen können. Diesen Ring können nur die eigenen Befruchter durchdringen“ ("Alles über die Liebe", mvg Verlag). Andere Killer-Spermien suchen hingegen gezielt nach fremden Schwimmern, um diese mithilfe von Enzymen zu zerstören.

Killer-Spermien: Kann man sie trainieren?

In die Muckibude kann man das Sperma zwar nicht schicken, aber Männer können den Killer-Spermien tatsächlich einen entscheidenden Vorteil verschaffen, indem sie regelmäßig – aufgepasst – masturbieren. Da Spermien in den Hoden des Mannes etwa einen Monat überleben können, aber mit zunehmender ‚Lagerungsdauer’ an Leistung einbüßen, schadet es nicht, wenn regelmäßig junge, vitale Schwimmer hinzukommen. Sie sind im Kampf mit Fremdsperma klar im Vorteil.

Johanna Zimmermann
 

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