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Fataler Ständer: Das hilft gegen eine Dauererektion

 

Er steht und steht und steht – eine Dauererektion ist DIE Wunschkrankheit Nummer 1 bei Männern. Doch was sich nach grenzenlosem Sexspaß anhört, ist in Wirklichkeit eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Der Berater klärt Sie auf.

Die Dauererektion gilt als Krankheit, wird in medizinischen Kreisen Priapismus genannt und tritt in der Regel bei Männern zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf. Kennzeichnend dafür ist eine Erektion von mehr als zwei Stunden, bei der es weder zum Samenerguss noch zum Orgasmus kommt. Bei einer Dauererektion schwellen beide Penisschwellkörper an und werden steif, die Eichel hingegen bleibt schlaff. Bei 90 Prozent der Betroffenen ist der Grund dafür der verminderte Abfluss venösen Blutes aus den Schwellkörpern. Man spricht hier vom Low-Flow-Typ-Priapismus. Ein weiterer Grund für die Dauererektion ist die vermehrte Zufuhr von arteriellem Blut, dies wird High-Flow-Typ-Priapismus genannt.

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Urologe dringend gesucht, denn mit dem Dauerständer ist nicht zu spaßen

Ursachenforschung Dauererektion

Lange Zeit waren den Forschern die Gründe für die Dauererektion ein Rätsel. Erst 2008 fanden US-amerikanische Forscher die Ursache. Ein Mangel des Enzyms Adenosin führt demnach zur Dauererektion. Adenosin ist für das Abschwellen der Schwellkörper verantwortlich, wird es nicht zur Genüge hergestellt und die Ausschüttung verhindert, kommt es zur dauerhaften Erektion des Penis. Weitere sekundäre Ursachen können unter anderem Bluterkrankungen, Tumore, Alkohol- und Drogenmissbrauch oder Gerinnungsstörungen sein. Als starke Risikofaktoren gelten die SKAT-Therapie (Schwellkörperautoinjektionstherapie gegen Impotenz) und die Sichelzellenanämie.

Dauererektion richtig therapiert

Mit einer Dauererektion ist nicht zu spaßen. „Weil aber auch Krankheiten als Ursache nicht ausgeschlossen werden können, sollten Sie auf jeden Fall einen Urologen aufsuchen. Eine Analyse Ihres Hormonhaushalts und eine Untersuchung der Beckengegend wird Klarheit bringen“, erklärt der Urologe Dr. Hartut Jonitz. Lassen Sie sich nicht binnen 24 Stunden behandeln, müssen Sie mit massiven Folgeschäden rechnen: Penisverkrümmung, dauerhafter Erektionsverlust und in seltenen Fällen sogar Gangrän. Sie sollten im Idealfall direkt die urologische Notfallambulanz aufsuchen. Dort wird versucht, so viel Blut wie möglich aus den Schwellkörpern zu ziehen: etwa durch Bewegung, aber auch durch das Spritzen verschiedener Substanzen oder Punktierung. In manchen Fällen werden auch kleinere chirurgische Eingriffe vorgenommen, die dann zu einem Abschwellen des erigierten Gliedes führen. Nach der Behandlung ist es ratsam, sich zwei Wochen zu schonen, damit die Wundheilung gut vorangehen kann. Treten in dieser Zeit Schmerzen, Schwellugen oder Nachblutungen auf, sollten Sie jedoch direkt wieder Ihren Urologen aufsuchen.

Lena Iker
 

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