Gestern Nacht lief wieder einmal nichts? Dabei hatten Sie es sich fest vorgenommen. Doch Ihre Freundin hat keinerlei Anzeichen gemacht und sich nach dem Gutenacht-Kuss schnell weggedreht. Tja, und wenn Sie ehrlich sind: So richtig Lust hatten Sie auch nicht. Was läuft hier falsch, denken Sie nun. Ihre Freundin ist noch so sexy wie vor zwei Jahren. Doch die Libido zwischen Ihnen kränkelt. Warum? Zu viel Stress ist eine beliebte Antwort auf wenig Sexlust. Doch stimmt das immer oder gibt es noch weitere Faktoren, die das Liebesleben im wahrsten Sinne des Wortes vergiften? Oh ja! Und das sind die geheimen Lustkiller:
Schlaflosigkeit ist eine wahre Volkskrankheit. Wer darunter leidet, muss nicht nur mit hässlichen Augenringen kämpfen, sondern auch mit einer Energielosigkeit, die sich natürlich auch auf das Sexleben auswirkt. Denn wer zu wenig schläft, der verhindert auch die Produktion der Sexualhormone. Und nicht nur das: Während der eine hellwach im Bett liegt, schnarcht der Partner friedlich vor sich hin. Statt seiner Liebsten beim seelenruhigen Schlaf zu beobachten, würde man sie am liebsten mit dem Kissen ersticken. Lust auf Sex mit dem Störenfried? Die vergeht ganz schnell.
Was gegen die Sexmüdigkeit wirkt? Zunächst einmal getrennte Schlafzimmer. Hört sich rabiat an, kann aber helfen, sich einander wieder zu nähern. Wem kein Schnarchen vom Schlaf abhält, der sollte zunächst alle elektronischen Geräte aus dem Schlafzimmer entfernen. Entspannungsbäder und Schlafmasken können außerdem zu einem gesünderen Schlaf führen. Wer Medikamente einnimmt, der sollte mit seinem Arzt klären, ob diese vielleicht eine anregende Wirkung haben. Und da wären wir auch schon beim ...
Einige Arzneimittel wirken sich negativ auf die Lust aus. Darunter zum Beispiel blutdrucksenkende Mittel, Schlaf- und Schmerzmittel oder Antidepressiva. Achten Sie genau auf den Beipackzettel, denn hier kann bei den Nebenwirkungen auch »verminderte Libido« aufgelistet sein. Bei Antihistaminen gibt es eine Nebenwirkung, die ebenfalls ein wahrer Lustkiller ist: Sie setzen bei einer Erkältung nicht nur die Nase trocken, sondern auch andere Schleimhäute, zum Beispiel die der Scheide.
Setzen Sie das Medikament nicht von alleine ab, sondern sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Nicht selten kann eine neue Dosierung oder auch ein neues Medikament gefunden werden, das Ihre Libido nicht beeinträchtigt.
Jeder kennt das: Beim Alkohol fallen die Hemmungen. Bei Frauen kann ein Glas Champagner sogar den Testosteronspiegel ansteigen lassen, weil Kohlenstoffdioxid dem Gehirn Sauerstoffmangel vortäuscht. Das regt die Durchblutung und netterweise auch die Fantasie an. Doch: Bei einem Gläschen sollte es bleiben, wenn man noch etwas von dem Abend haben möchte. Denn je mehr Alkohol im Spiel ist, desto eher rückt der Orgasmus in weite Ferne. Das hängt mit dem Blutdruckabfall zusammen. Wer regelmäßig zu härteren Drinks greift, der gefährdet seine Libido sogar dauerhaft. Denn ein ständig zu hoher Alkoholpegel führt zu hormonellen Störungen.
Sie schützt vor ungewollter Schwangerschaft, aber das hat ihren Preis: Die Pille kann, je nach Wirkstoff, den Testosteronspiegel senken. Keine gute Voraussetzung für eine heiße Liebesnacht. Übrigens ist davon nicht nur die Pille, sondern alle hormonellen Verhütungsmittel betroffen, wie Vaginalringe, Pflaster und Spritzen. Rat sollte beim Frauenarzt geholt werden, denn es gibt eine ganze Reihe anderer Methoden, um zu verhüten – ohne das einem die Lust dabei vergeht.
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