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Aphrodisiaka: Wie viel Manneskraft steckt in Gemüse?

 

Austern, Hummer, Champagner sind die bekannten Klassiker um jemanden zu verführen. Immerhin stecken in Meerestieren viel Eiweiß, und das ist bekanntlich nicht ganz unwichtig die Libido. Doch müssen es immer teure Lebensmittel sein, die aphrodisierend wirken? Nein, denn auch beim Gemüseladen um die Ecke gibt es jede Menge Aphrodisiaka. Der Berater verrät, welches Gemüse die Liebeskräfte ankurbelt.

Wenn es nach der Tierschutzorganisation Peta geht, dann sind Vegetarier sowieso die besseren Liebhaber. Fleischverzehr verstopft die Arterien – und zwar nicht nur die des Herzens, sondern auch die in tiefer liegenden Regionen. Die angeblichen Folgen: Impotenz. Zudem neigen Fleischesser zu Übergewicht. Doch nicht nur das sind genug Gründe, warum Obst und Gemüse die wirklichen Aphrodisiaka sind. Vegetarier nehmen auch mehr Nährstoffe auf, die sexuelle Leistungen immens steigern sollen. Grund genug sich mal näher anzuschauen, welches Gemüse ab sofort auf den Einkaufszettel gehört.

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Der Mais macht's

Was sind eigentlich Aphrodisiaka?

Das Wort „Aphrodisiaka“ ist von der griechischen Liebesgöttin Aphrodite abgeleitet. Es sind im allgemeinen Mittel – meist Lebensmittel – die das sexuelle Lustempfinden und die Potenz anregen, steigern oder auch wiederbeleben sollen. Die beste Wirkung haben dabei Lebensmittel, die besonders gesund sind, da die geballte Ladung an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen sich auch auf unsere sexuelle Gesundheit auswirkt. Diese „Liebesmittel“ sorgen für einen Impuls im Gehirn, sodass Sexualhormone ausgeschüttet werden und die Körpersäfte in Fluss kommen. Ein gewisser Prozentsatz Glaube und eine gewisse Stimmung gehören aber sicherlich auch dazu, damit Aphrodisiaka wirklich wirken können.

Welches Volk glaubt an welche Aphrodisiaka?

Die Franzosen wissen es längst: Die Artischocke gehört zum wichtigsten Aphrodisiakum, da sie angeblich die Genitalien erhitzen soll. Das indianische Volk glaubt hingegen an die Avocado. Das Wort „Avocado“ bedeutet in ihrer Sprache „Hoden“ und die Indianer schwören nicht nur auf das Fruchtfleisch, sondern auch auf den Kern. Im alten Rom bekamen die Gladiatoren täglich eine Ration Fenchel. Das Gemüse war die Verkörperung der puren Männlichkeit und macht Männer angeblich besonders stark – auch im Bett. Im Orient setzen die Männer auf Kichererbsen. Angeblich haben einige von ihnen dank des Kichererbsenmehls in kurzer Zeit schon Hunderte von Frauen beglücken können. Im Balkan isst man dafür täglich Kürbiskerne. Sie enthalten Substanzen, die Potenz und Fruchtbarkeit fördern sollen. Wenn eine Frau an Kürbiskernen knabbert, gilt es in manchen Gegenden als Einladung zum Sex. Der Mais mit seiner phallischen Form hat es den Südamerikanern angetan. Die vielen Samenkörner gelten als Symbol von Fruchtbarkeit. Und auch die für uns so alltägliche Petersilie hat es in sich: Im Mittelalter wurde sie Liebestränken beigemischt. Verantwortlich für die sexuelle Stimulierung ist das ätherische Öl Apiol aus den Petersilienwurzeln. Aphrodisiaka müssen also nicht teure oder seltene Lebensmittel sein. Wer noch heute Abend jemanden verführen möchte, sollte sich schleunigst am nächsten Gemüsestand austoben.

Marlene Burba
 

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