Sie sehen dieses Mädchen an der Bar, geben ihr einen Gin Tonic aus und machen ein bisschen Small Talk. Und eigentlich wissen Sie beide, worauf das Ganze hinausläuft: ein nächtliches Abenteuer. Doch aus einer Nacht können ganz viele werden. Das haben Forscher der Concordia Universität in Montreal/Kanada jetzt bewiesen.
Wo entsteht sexuelle Erregung und wo entsteht wahre Liebe im Gehirn? Diese Frage stellte sich Psychologe Professor Jim Pfaus mit seinem Team. Sie untersuchten die Gehirne von Freiwilligen und verglichen die Ergebnisse mit zwanzig bereits veröffentlichten Forschungsergebnissen. Was dabei herauskam, ist überraschend: Liebe und sexuelle Erregung werden im gleichen Teil der Großhirnrinde erzeugt. Daraus schlossen die Psychologen, dass sich aus reiner Lust auch Emotion entwickeln kann.
Das Ergebnis dieser Studie bedeutet aber nicht, dass jetzt jede sexuelle Begegnung zu der einen, großen, wahren Liebe werden muss. Erotik geht natürlich auch ganz ohne Gefühle. Und Gefühle gehen auch ohne Erotik.
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