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Polterabend: So schmeißen Sie eine perfekte Party

 

Der Polterabend ist ein weitverbreiteter Brauch und ein Muss für alle Heiratswütigen. Er gilt - im Gegensatz zur Hochzeit - als eher spontane und ungezwungene Feier. Trotzdem gibt es einige Punkte, die Sie als Gastgeber unbedingt beachten sollten.

Wie der perfekte Polterabend aussieht, hängt auch davon ab, wo Sie wohnen. Abhängig von der Region gibt es unterschiedliche Bräuche beim Polterabend. So wird beispielsweise in manchen Teilen Deutschlands die Hose des Bräutigams oder der BH der Braut verbrannt. Teilweise werden auch die Schuhe der Braut auf ein Brett genagelt. Wer jetzt glaubt, der Verlust von Kleidung sei schon hart an der Schmerzgrenze, der sollte nicht in Bayern poltern: Dort ist es Brauch, dass eine (am besten dem Bräutigam unbekannte) Frau ihm die Nachbildung eines Wickelkindes vor die Füße wirft. Und wehe dem armen Mann, der dann rot wird oder in Panik gerät!

Geschirr zerschlagen gehört zu jedem Polterabend dazu

Polterabend: mit oder ohne Einladung?

Schriftliche Einladungen wie bei der Hochzeit sind beim Polterabend eher unüblich. Für gewöhnlich reicht es, den Termin in der Familie und im Freundeskreis bekannt zu geben. Vorsichtig sollten Sie allerdings sein, was die Gästeanzahl betrifft: Einfach sämtlichen Bekannten Bescheid zu sagen, am besten noch mit der Aussage "Bringt ruhig noch jemanden mit", kann in ein Desaster á la Facebook-Party ausarten.

Polterabend: Wann ist der perfekte Zeitpunkt?

Früher war es üblich, den Polterabend am Vorabend der Hochzeit zu veranstalten. Früher, das heißt: zu einer Zeit, als Mann noch keine Heulkrämpfe und Tobsuchtsanfälle von seiner Zukünftigen zu erwarten hatte, wenn er volltrunken zu seiner eigenen Hochzeit erschien. Da diese Zeiten (leider) lange vorbei sind, empfiehlt es sich, zwischen Polterabend und Hochzeit mindestens eine Woche Zeit zu lassen. So haben beide etwas davon: Der Bräutigam kann sich nach Herzenslust unters Bierfass legen und die Braut hat an ihrer Hochzeit zumindest für einige Stunden einen nüchternen Angetrauten.

Polterabend: schmeißen ja, aber was?

Egal ob Sie Gast oder Gastgeber am Polterabend sind: Der Höhepunkt für Sie ist immer der Moment, wenn fleißig mit Geschirr geschmissen wird. Als Gast haben Sie einfach nur Freude an Zerstörung (oder Schadenfreude für das kehrende Brautpaar), als Gastgeber – ja, da arbeiten Sie eben. Müssen Sie danach ein Leben lang, und sie haben vor dem Antrag gewusst, worauf Sie sich einlassen. Die Frage ist, womit eigentlich geworfen werden darf. Und, so unglaublich es klingt: Kloschüsseln, Waschbecken, Fliesen oder auch ganze Badewannen dürfen gerne als Kehrmaterial herhalten. Was hingegen gar nicht geht, sind Glas (das zerstört angeblich von vorneherein Ihr Glück) und Spiegel (das bringt sieben Jahre Pech). Auch wenn's Aberglaube ist: Lassen Sie es lieber nicht drauf ankommen.

Polterabend: die Verpflegung

Das Wichtigste zum Schluss: das Essen. Der Polterabend soll hauptsächlich eine Party mit guten Freunden und Familie sein, keine steife Veranstaltung mit gestärkten Stoffservietten. Daher sollten Sie auf den Luxus-Caterer verzichten. Stattdessen können Sie - zumindest in den Sommermonaten - grillen. In der kälteren Jahreszeit liegen Sie mit einem deftigen und vor allem fleischhaltigen Buffet richtig. Wichtig ist, eine Unterlage für den voraussichtlich starken Alkoholkonsum zu schaffen. Oder wollen Sie, dass Ihre Gäste schon um 23 Uhr völlig vernebelt nach Hause torkeln?

Lena Kluth
 

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