Auf der Einladung steht mal wieder ein Dresscode wie „smart-casual“, „festliche Abendkleidung“ oder ländlich elegant“? Sie sind sich nicht sicher, was Ihnen das sagen soll und entscheiden sich, den Dresscode zu ignorieren? Weil es sich in Ihren Augen doch nur um eine lockere Empfehlung handelt? Diese Haltung ist falsch, wie Benimm-Trainerin Nandine Meyden erklärt: „Es ist respektlos gegenüber dem Gastgeber, den Kleidervermerk nicht ernst zu nehmen und entweder underdressed oder overdressed zu erscheinen.“
Deshalb gilt es, sich zu informieren, was der angegebene Dresscode bedeutet (hier vielleicht eine Verlinkung zu den verschiedenen Bergriffen) und sich dementsprechend zu kleiden. Sonst verletzen Sie nicht nur den Gastgeber, der mit der Organisation der Feier viel Aufwand betrieben hat, sondern auch die anderen Gäste. „Diese können durchaus empfindlich darauf reagieren, dass sie sich selbst Mühe gegeben haben, die Wünsche des Gastgebers zu erfüllen, andere Gäste das aber nicht für möglich halten. Schließlich ist dies eine Missachtung aller Anwesenden,“ erklärt Etikette-Expertin Nandine Meyden.
Übrigens: Falls kein Dresscode in der Einladung angegeben ist, sollten Sie sich unbedingt beim Gastgeber informieren. Schließlich ist es für niemanden ein gutes Gefühl, auf einer Feier durch übertrieben festliche oder betont sportliche Kleidung unangenehm aufzufallen.
Generell gilt, dass ein Dresscode mehr ist als eine lockere Empfehlung – er soll aber auch nicht als Bevormundung verstanden werden. Letztlich sorgt er für eine angenehme Veranstaltung für alle Anwesenden. Und dazu gehört eben die richtige Kleidung. Sind wir also froh, dass wir den Dresscode haben!
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