Neun Prozent aller Männer leiden (im Gegensatz zu nur etwa 0,8 Prozent der Frauen) an der so genannten Rot-Grün-Schwäche, auch bekannt als Daltonismus, können also die Farben Rot und Grün nicht voneinander unterscheiden. Die schlechte Nachricht: Sind Sie betroffen, können Sie nichts dagegen tun. Die gute Nachricht: Das Problem ist angeboren und wird im Laufe der Jahre nicht schlimmer. Und: Menschen mit Rot-Grün-Schwäche erkennen deutlich mehr unterschiedliche Khaki-Abstufungen und entdecken getarnte Soldaten deshalb leichter als Normalsichtige. Aber das nur nebenbei. Denn im Alltag nervt die Farbfehlsichtigkeit – vor allem morgens vor dem Kleiderschrank. Da allerdings gibt es ein paar simple und doch effektive Tricks.
Wenn Sie die Komplementärfarben nicht richtig erkennen, ist es clever, auf wilde Muster zu verzichten. Eigentlich ist es das immer, es sei denn, Sie heißen Thomas Gottschalk – doch erst falsches Kombinieren macht das Desaster komplett. Das für normale Augen fast schon psychedelisch gefleckte Shirt in Lila und Orange zur mintfarbenen Hose? Wollen Sie nicht wirklich, auch wenn die vermeintlich nette Verkäuferin noch so wohlwollend nickt. Deshalb: Beim Shopping unbedingt nach Uni-Teilen fragen!
Fangen Sie vor wichtigen Terminen lieber gar nicht erst an, darüber nachzudenken, ob etwas zusammenpasst oder nicht. Entwickeln Sie stattdessen ein klares System, das Ihnen sofort auf die Sprünge hilft. Und das geht so: Jede Farbkombi, mit der Sie gut angezogen sind, bekommt ein bestimmtes Symbol. Lassen Sie sich entsprechende Wäschebänder mit Aufdruck oder Stickerei in Ihre Hosen, Hemden, Pullover und Jacken und auf die Rückseite der Krawatten nähen. Alternativ gibt es auch Streifen zum Einbügeln, die man mit einem wasserfesten Stift (und einem vertrauenswürdigen Berater) selbst beschriften kann. Sobald die Kleidungsstücke aus der Wäsche kommen, sollten Sie sie in die verschiedenen Kategorien sortieren. So riskieren Sie nicht, sich zu vergreifen. Wichtig: Vergessen Sie nicht, auch die Schuhe zu markieren!
Das alles ist Ihnen zu viel Aufwand? Dann sollten Sie sich dringend eine eigene Stilberaterin anlachen. „Ich merke nicht, wenn sich etwas beißt“, sagt RTL-Moderator und Anzugträger Peter Kloeppel. Denn: Rot und Grün sind für ihn quasi das gleiche. Trotzdem hat er (verständlicherweise) keine Lust, sich mit Farbexperimenten zum Vollidioten zu machen. Und vertraut deshalb der Gattin: „Sie steht mir in modischen Dingen zur Seite und versucht morgens, mir die richtigen Hemden mit den richtigen Krawatten zu kombinieren.“ Wie schön für ihn. Wir lernen: Hilfe annehmen ist absolut erlaubt!
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