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Schönen Feierabend! Wie viele Überstunden sind okay?

 

Manchmal müssen sie einfach sein: Überstunden. Wenn sie allerdings zur Regel werden, stimmt etwas nicht. Wann und wie viele Überstunden okay sind, weiß der Berater.

Überstunden sind hierzulande eher die Regel als die Ausnahme. Das ist einerseits gut, weil es ein Zeichen für eine gute Wirtschaftslage ist. Für den Einzelnen kann es allerdings zur Belastung werden, wenn die Freizeit permanent zu kurz kommt und so keine Zeit zur Regeneration und zur Erholung bleibt.

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Total überarbeitet? Machen Sie nicht so viele Überstunden

Wie viele Überstunden muss man machen?

Im normalen Arbeitsvertrag ist meist eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden vorgesehen. Auch laut Gesetz darf ein Arbeitnehmer nicht länger als acht Stunden am Tag arbeiten. Ausnahmen bestimmen die Regel: An manchen Tagen kann man von Ihnen verlangen, dass Sie bis zu zehn Stunden arbeiten, dennoch darf der Durchschnitt von acht Stunden pro Arbeitstag nicht überschritten werden, das heißt, Sie müssten an anderen Tagen früher gehen. Länger als 48 Stunden pro Woche dürfen Sie aber im Durchschnitt dennoch nicht arbeiten.

Wo gibt es die meisten Überstunden?

Männer machen mehr Überstunden als Frauen. Besonders überstundenlastig sind die Berufsbereiche Hotelwesen und Gastronomie, aber auch Unternehmensberatung. Und die ältere Berufsgruppe macht mehr Überstunden als die jüngere, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass mehr ältere Berufstätige in Führungspositionen tätig sind. Sind Sie leitender Angestellter, müssen Sie Überstunden machen, in diesem Fall gilt das Arbeitszeitgesetz für Sie nämlich nicht.

Wenn das Maß an Überstunden voll ist...

Wenn Überstunden die Ausnahme sind, tun Sie gut daran, diese ohne Murren zu akzeptieren, vor allem, wenn Sie dafür Freizeitausgleich oder eine entsprechende Vergütung der Überstunden erhalten. Wenn Sie allerdings ständig länger arbeiten, stimmt etwas nicht. Entweder die Arbeit ist falsch verteilt oder es gibt zu wenig Personal. Daher kann ein Grundsatzgespräch mit dem Vorgesetzten sicher nicht schaden. Denn ein ständig überarbeiteter Mitarbeiter arbeitet vielleicht stundenmäßig mehr, ist aber mit der Zeit weniger effizient, wenn ihm der notwendige Ausgleich und die erforderliche Erholung fehlt, was zu höheren Auszeiten aufgrund von physischen oder psychischen Erkrankungen (z.B. Burnout) führen kann.

Petra Henning
 

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