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NBA: Nach dem Lockout ist vor den Play-offs

 

Magic „Air“ Johnson, Wilt Chamberlain, Shaquille O’Neal – der Berater begeistert sich für die NBA nicht erst seit Dirk Nowitzki. Jetzt ist es an der Zeit, ein kurzes NBA-Update zu liefern: Der Lockout ist vorbei und der Kampf um die NBA-Krone ist wieder eröffnet.

1946 – das Geburtsjahr der NBA, der Basketball-Profiliga von Nordamerika. Insgesamt 30 Mannschaften treten in zwei Conferences (Western und Eastern) gegeneinander an. Auf dem Plan stehen pro Saison 82 Spiele, auf die die Play-offs folgen. Dort spielen jeweils die besten acht Teams der Eastern and Western Conference im Modus Best of Seven gegeneinander. Die beiden besten Teams treten in den Finals wieder im Best of Seven-Modus gegeneinander an, um sich die NBA-Krone zu sichern. In der NBA gibt es – anders als bei europäischen Ligen – keine auf- oder absteigenden Vereine. Neue Spieler kommen über den sogenannten NBA-Draft in die Liga. Dort werden den Profiteams 60 Nachwuchsspieler angeboten – das erste Wahlrecht liegt bei den schwächeren Teams.

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Die NBA begeistert Basketballfans seit 1946

NBA-Lockout: Was ist das eigentlich?

In der Saison 2011/12 müssen sich die NBA-Fans mit nur 66 regulären Saison-Spielen zufriedengeben. Denn es kam zum zweiten Mal nach 1990/91 zum Lockout in der NBA. Der Lockout wird von den Teambesitzern ausgerufen, wenn es zwischen den Teams und Spielergewerkschaften zu Streitigkeiten über Gehälter und Werberechte kommt – schließlich müssen die NBA-Einnahmen in Höhe von vier Milliarden Dollar gerecht aufgeteilt werden. Die Einigung 2011: Die Spieler erhalten zwischen 49 und 51 Prozent der Einnahmen, statt wie bisher 57 Prozent, und der Verein wird verpflichtet, mindestens 49,3 Millionen Dollar in Gehälter zu investieren.

Die NBA-Rekordjagd: Diese Spieler schrieben Basketball-Geschichte

In der Saison 2010/2011 war Dirk Nowitzki mit seinen Dallas Mavericks das Maß aller Dinge. Im Play-off-Spiel gegen die Oklahoma City Thunder stellte er sogar den Freiwurfrekord von 100 Prozent auf (24 von 24 verwandelten Freiwürfen). Doch der absolute NBA-Rekordler ist und bleibt Wilt Chamberlain. Der Center der Philadelphia Warriors trumpfte zwischen 1960 und 1962 auf: Ihm gelangen 55 Rebounds in einem Spiel, 2149 in einer Saison, 4000 Punkte und im legendären Spiel gegen die New York Knicks machte Chamberlain 100 Punkte in einem (!) Spiel.

NBA: große Namen – große Erfolge

Auf der Liste der besten Spieler nach Punkten liegt der Center allerdings nur auf Rang vier und muss sich Michael Jordan (12192), Karl Malone (13528) und Kareem Abdul Jabbar (15837) geschlagen geben. Michael „Air“ Jordan ist außerdem als einziger NBA-Spieler ganze sechs Mal als Most valuable Player der Saison ausgezeichnet worden. Jordan war außerdem Mitglied des erfolgreichsten NBA-Teams aller Zeiten. 1995/96 gelang es den Chicago Bulls 72 der 80 regulären Saisonspiele für sich zu entscheiden.

NBA: der erfolgreichste Trainer aller Zeiten

Nichts zu tun mit Niederlagen hat Phil Jackson. Der ehemalige Forward der New Yorks Nets ist der erfolgreichste NBA-Trainer aller Zeiten. Ganze elf Mal gewannen seine Teams (Chicago Bulls, Los Angeles Lakers) die Meisterschaft und verhelfen Jackson damit zu einer Quote von 70 Prozent gewonnener Spiele (Bilanz: 1512:620).

Blöd gelaufen: NBA-Stars und ihre Aussetzer

Es hagelt in der NBA nicht nur Rekorde, sondern auch Anekdoten. Dabei geht es nicht selten um Drogenmissbrauch, Betrug oder Misshandlung. Höchst unrühmlich. Aber es geht auch höchst lustig: 1983 biss Wayne „Tree“ Rollins seinem Gegenspieler Danny Ainge in den Finger. Dieser musste mit fünf Stichen genäht werden und Rollins bekam pro Stich ein Spiel Sperre. Ein anderes blödes Missgeschick passierte in der Saison 1990/91 Lionel Simmons. Der Forward der Sacramento Kings musste zwei Spiele wegen einer Sehnenscheidenentzündung aussetzen, die er sich, nach eigenen Angaben, beim Gameboyspielen zugezogen hatte. Und auch Damon Stoudamire und Rashed Wallace beeindruckten 2002 nicht gerade durch Intelligenz: Die Spieler der Portland Trail Blazers wurden von der Polizei aufgehalten und antworteten auf die Frage: „Haben Sie Gras dabei?“ mit dem klugen Spruch: „Wir haben alles aufgeraucht“. Damit sicherten sich die beiden eine Fahrt ins Präsidium und einen Platz in der NBA Hall of Shame.

Lena Iker
 

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