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Unfruchtbarkeit: Was schadet den Spermien?

 

Sie haben wohl zu heiß gebadet! Das könnte zumindest ein Grund sein, warum es mit der Fortpflanzung bisher noch nicht geklappt hat. Welche äußeren Faktoren die Unfruchtbarkeit fördern können, verrät Ihnen der Berater.

Sollte es mit dem Nachwuchs nicht klappen, muss das nicht immer automatisch organische Gründe haben. Viele äußere Faktoren beeinträchtigen die Qualität der Spermien stark. Unfruchtbarkeit kann also ganz banale Gründe haben. Damit Sie entsprechend reagieren können, verrät Ihnen der Berater, was Ihrem Samen schadet.

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Außere Faktoren beeinträchtigen die Qualität der Spermien stark

Enthaltsamkeit schadet den Spermien

Viel Sex macht Männer fruchtbarer. Das fanden israelische Wissenschaftler heraus. Für die Studie wurden 1800 Spermienproben von 900 Männern genommen. Das Ergebnis: Verzichten Sie auch nur einen Tag auf Geschlechtsverkehr, kann das der Qualität Ihres Spermas schaden! Der Grund ist schlicht und ergreifend Platzmangel: Die Spermien stauen sich in den Hoden, also können sie nicht mehr so beweglich sein.

Heiße Bäder vermindern die Fruchtbarkeit

Sie haben wohl zu heiß gebadet? Das würde erklären, warum Ihre kleinen Schwimmerchen träge durch den Pool planschen. Zu dieser Erkenntnis gelangte eine brasilianische Studie. Schon 30 Minuten pro Woche in einem Bad, dessen Wasser wärmer ist als die eigene Körpertemperatur, reduziert die Zahl der Spermien und ihre Beweglichkeit. Falls gerade ein Baby in Planung ist, sollte man also auf ausgiebige Whirlpool-Aufenthalte erst einmal verzichten. So erhöht sich die Zahl der frei beweglichen Spermien innerhalb von drei bis sechs Monaten wieder um knapp 500 Prozent.

Manche mögen's heiß – Spermien nicht

Nicht nur zu warme Bäder können zeitweise Unfruchtbarkeit zur Folge haben: Spermien mögen es allgemein eher kühl. So reichen schon zu enge Unterhosen, um der Entwicklung der Spermazellen im Hoden zu schaden. Warum? Die Enge erhöht die Temperatur, die im Normalfall ein paar Grad unter der Körpertemperatur liegt.
Auch schädlich für die Fruchtbarkeit: Langes Arbeiten mit dem Laptop auf den Knien, da dieser nach einiger Zeit sehr viel Wärme ausstrahlt. Das haben Forscher der State University of New York wissenschaftlich belegt.
Wissenschaftler der urologischen Abteilung LKH-Oberwart im Burgenland haben außerdem herausgefunden, dass auch das Handy in der Hosentasche impotent machen kann - genau aus demselben Grund. Angeblich heizt das Handy Hoden und Spermien mit elektromagnetischen Wellen auf.

Cannabis beeinträchtigt Zeugungsfähigkeit

Eine Untersuchung der Queens University in Belfast ergab: Cannabis macht vorübergehend unfruchtbar. Das darin enthaltene Tetrahydrocannabinol (THC) sorgt dafür, dass die Spermien langsamer werden und beeinflusst auch deren Fähigkeit, in Eizellen einzudringen. 51 Samenproben wurden für die Studie teils mit THC versetzt. Beim behandelten Sperma sank die Beweglichkeit um bis zu 45 Prozent. 30 Prozent waren nicht mehr in der Lage, den Schutzmantel der Eizelle zu durchstoßen. Wer sich also fortpflanzen will, sollte aufs Kiffen verzichten ...

Hamburger machen die Spermien lahm

Schlechte Nachrichten für alle Junkfood-Fans-Fans: Hamburger, Pommes & Co. mögen Spermien offenbar gar nicht. Spezialisten der amerikanischen Universität Harvard und der spanischen Universität Murcia haben das anhand der Spermien hunderter Männer zwischen 18 und 22 Jahren untersucht. Alle Teilnehmer der Studie führten einige Monate lang ein Essenstagebuch: Diejenigen, die häufig bei Fast-Food-Ketten aßen, wiesen eine viel schlechtere Spermienqualität auf als jene, die sich von viel Vollkornprodukten, Gemüse und Fisch ernährten. Und das auch, wenn die Männer kein Übergewicht hatten und regelmäßig Sport machten.

Radfahren ist nur für Leistungssportler-Spermien gefährlich

Der Mythos, dass Radfahren impotent macht, hält sich hartnäckig. Tatsächlich ist es so: Für alle, die nur ab und zu den Drahtesel benutzen, besteht keine Gefahr. Wer täglich fährt, sollte seine Hoden schützen - durch einen bequemen Sattel, dessen Spitze leicht abgesenkt ist. Alle zehn Minuten kurz aufzustehen, hilft ebenso, die Spermien intakt zu halten.

Felix Lenbach
 

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