Gerade dann, wenn es draußen wieder schön wird, tendiert der Mensch zum Mittagsschläfchen – oder kommt erst morgens gar nicht aus dem Bett. Nicht selten durchwandeln wir gerade im April bei den wechselnden Temperaturen ein Wechselbad der Gefühle. Da freut man sich über die warmen Temperaturen und hängt die Winterjacke endlich in den Schrank, schon schneit es zwei Tage später wieder. Was man am besten gegen Frühjahrsmüdigkeit machen kann, erklärt der Berater.
Man spürt die Frühjahrsmüdigkeit, da sich der Körper von Winter- auf Sommerzeit umstellen muss. Im Winter verbreitet sich im Körper das Schlafhormon Melatonin immer stärker, da man mit der Dunkelheit zurechtkommen muss. So wird der Körper auf „Winterschlaf“ eingestellt. Kaum werden die Tage länger und heller, wird die Hormonproduktion umgestellt und das kostet Energie. Die Wetterumschwünge gehen auf den Kreislauf und bei steigenden Temperaturen weiten sich die Blutgefäße, was zum Sinken des Blutdrucks führen kann. Man sollte sich deswegen nach der Sonne richten und früh ins Bett gehen sowie früh aufstehen. So bekommt man noch die meiste Sonne ab. Eine Wechseldusche bringt außerdem den Körper in Schwung.
Auch wenn man sich wegen der Frühjahrsmüdigkeit am liebsten zum Nickerchen hinlegen möchte, ist Sport und Bewegung die richtige Alternative. Schon ein Spaziergang in der Frühlingssonne kann die Lebensgeister wecken. Ansonsten sind Sportarten im Freien angesagt (Joggen, Radfahren, Skaten). Und auch Schwimmen bringt den Körper wieder in Schwung.
Gegen Frühjahrsmüdigkeit helfen ein paar einfache Tricks: Auch, wenn man am liebsten schon mittags ein Wein oder Bier trinken möchte, ist Wasser eindeutig die bessere Wahl. Für den Körper ist es außerdem gesünder, wenn man mehrere kleine Snacks zu sich nimmt als drei große Mahlzeiten. Wenn der kleine Hunger kommt, sollte man Gummibärchen und Schokolade links liegen lassen und lieber zum Obst greifen. Kresse und Lauch zum Butterbrot bringen gute Laune und kurbeln die Fettverbrennung an.
Falls man wegen der Frühjahrsmüdigkeit schlecht gelaunt und leicht reizbar sein sollte, ist es besser, wenn man sich mit Kumpels trifft und sich nicht zu Hause vergräbt. In diesem Fall hat bestimmt auch keiner etwas dagegen, wenn man mal das Wasser stehen lässt und zum Feierabendbierchen greift. Gegen schlechte Laune und Antriebslosigkeit hilft natürlich auch eine neue Liebe. Das soll jetzt keine Aufforderung sein, die aktuelle Partnerin immer im Frühjahr zu verlassen, aber was kann besser für den Körper sein, wenn so die Hormone in Schwung kommen? Dann purzelt auch gleich der Winterspeck, weil man sich der neuen Liebe von seiner besten Seite zeigen möchte.
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