Keine Ausreden! Sich zu konzentrieren kann man lernen: mit Konzentrationstraining. Mal ganz abgesehen davon, ob Sie sich in einer Diskussion mit einer Frau nicht viel lieber gedanklich verabschieden wollen – in vielen Lebenssituationen hilft es, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Im Gespräch mit dem Chef erreichen Sie mehr, wenn Sie das Thema geistig verarbeiten und mitreden können, anstatt an die scharfe Praktikantin zu denken. Und da es im Berufsleben heutzutage auch vermehrt auf Umschulung, Aus- und Fortbildung ankommt, haben Sie die besseren Karten, wenn sie mit Konzentrationstraining ihre Aufmerksamkeit steigern und somit schneller und leichter ans Ziel kommen.
Auch der Arbeitsplatz beeinflusst die Konzentration. Wie der beschaffen sein sollte, hängt von der jeweiligen Person ab: Die einen mögen es chaotisch, die anderen können sich an einem aufgeräumten Schreibtisch besser auf ihre Aufgaben fokussieren. Hilfreich ist es immer zu wissen, wo etwas liegt, und dass man überhaupt einen festen Arbeitsplatz hat. Verbannen Sie alles, was Sie ablenken könnte. Halten Sie einigermaßen geregelte Arbeitszeiten ein, damit sich Ihr Biorhythmus darauf einstellen kann. Quillt Ihr Schreibtisch vor Arbeit über, schreiben Sie eine Prioritätenliste: Was muss zuerst erledigt werden? Was kann warten? Was ist wichtig oder weniger relevant? Arbeiten Sie die Liste Schritt für Schritt ab. Lüften Sie regelmäßig die Räume, in denen Sie zu Gange sind. Sauerstoff dient der Konzentration.
Entspannung und Pausen sind Voraussetzungen für Konzentrationsphasen. Legen Sie regelmäßig ein kleines Päuschen ein: etwa fünf Minuten alle 45 Minuten. Größere Pausen erfolgen alle 90 Minuten und am Mittag ganz große fürs Essen. Wichtig ist, dass sie in den wenigen Minuten dann auch wirklich alles ruhen lassen, was mit der Arbeit zu tun hat und sich mit etwas völlig anderem beschäftigen. Bewegung bringt Sie eigentlich immer in Schwung. Wer lange am Schreibtisch sitzt wird träge – auch im Kopf. Deshalb nutzen Sie jede Gelegenheit, um mal aufzustehen: Rufen Sie Ihren Kollegen im Nebenzimmer oder eine Etage tiefer nicht an, sondern schauen Sie kurz vorbei. Steigen Sie die Treppen anstatt Aufzug zu fahren. Oder sammeln Sie keine Druckaufträge, sondern gehen jedes Mal für einen Ausdruck zum Drucker. Darüber hinaus ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sport im Allgemeinen die Konzentrationsfähigkeit positiv beeinflusst. Wie wäre es also mal mit einem Feierabendlauf im Park?
Das gute alte Studentenfutter aus Nüssen und Dörrobst taugt noch immer, um die Konzentration zu fördern. Auch Obst und Gemüse können nie schaden. Generell bieten sich kleinere, regelmäßige Mahlzeiten an. Wer sich mittags den Bauch vollschlägt, wird müde und träge, da der Körper mit der Verdauung beschäftigt ist. Vollkornprodukte liefern Kohlehydrate und Vitamin B, Beides hält das Gehirn auf Trab. Zucker generell bringt Sie zwar kurzfristig auf Hochtouren, lässt Sie dann aber in ein Loch fallen, weil der Blutzucker absinkt. Wie auch sonst gilt: Genug trinken, vor allem Wasser und Tee. Kaffee ist für viele unverzichtbar und hilft auch in Schwächephasen. Aber Sie sollten Kaffee generell nur in Maßen zu sich nehmen, damit Ihr Konzentrationstraining nicht nach hinten losgeht.
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