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Lauft, Laufschuhe, lauft!

 

Der Sommer naht, der Gürtel zwickt, die guten Vorsätze pochen auf ihr Verwandlungsrecht oder die alten Treter sind schlicht und einfach "abgelaufen"? – Gründe, sich neue Laufschuhe anzuschaffen, gibt es viele. Aber auf was sollte man dabei achten? Der Berater weiß es

Vor allem Laufanfänger stehen vor der Frage: Welcher Schuh ist der richtige für mich? Ist es eine gute Idee, einfach das schönste und dabei günstigste Paar auszuwählen? Weit gefehlt: Funktion und Preis der Laufschuhe sollten sich immer nach den Bedürfnissen des Läufers und nicht nach persönlichem Stilempfinden oder dem Geldbeutel richten.

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Laufschuhe: Sollen sie über Stock oder über Stein? – Eine wichtige Frage

Überlegungen vor dem Kauf

Bevor die Frage, welcher Schuh es sein soll, beantwortet werden kann, müssen die Ansprüche des Läufers geklärt werden. Auf folgende Faktoren kommt es dabei an:

  • - Gewicht
  • - Trainingsalter
  • - Leistungsfähigkeit
  • - orthopädische Vorschädigungen bzw.
  • - anatomische Besonderheiten
Über die individuellen Bedürfnisse des Läufers hinaus sind an die Wahl des Laufschuhs weitere Bedingungen geknüpft. Es kommt zum Beispiel darauf an, für welche Laufgeschwindigkeit die Schuhe gedacht sind. Ist das Ziel ein Wettkampf, dann kommt eine andere Art von Schuh in Frage, als für Dauerläufe. Darüber hinaus ist wichtig, auf welchem Untergrund der Läufer trainieren möchte. So sind einige Schuhe mehr für Wald- und Wiesenwege und harte Untergründe wie Asphalt ausgelegt, andere sind eher für weiche Untergründe wie Sand beschaffen, oder aber für steinige und unebene Wege geeignet.

Die Beschaffenheit der neuen Laufschuhe

Man sollte sich also bereits vor dem Kauf einige Gedanken machen. Dr. Matthias Marquardt ist Autor der „Laufbibel“ ( Spomedis, 29,50 Euro) und empfiehlt zur Schuhauswahl folgendes:

  • - Der Schuh sollte flach sein und eine geringe Sprengung (Verhältnis Höhe Absatz zum Vorderfuß) aufweisen.
  • - Der Schuh sollte leicht sein, denn je leichter der Schuh ist, desto geringer sind die negativen Auswirkungen auf Ihre Laufbewegung. Nur wirklich starke orthopädische Fehlstellungen machen stabile und somit schwere Schuhe erforderlich.
  • - Der Schuh sollte flexibel im Vor- und Mittelfußbereich sein. Die natürliche Bewegung der Zehen sollte erhalten bleiben, damit die Füße gesund bleiben.
Laut Marquardt ist außerdem eine Überprüfung der Biomechanik bei einem Experten empfehlenswert. Dieser kann feststellen, ob eine Stütze im Schuh, die sogenannte Pronationsstütze, erforderlich ist. Die Beratung sollte ganzheitlich sein, also auch eine Betrachtung des gesamten Bewegungsapparates umfassen.

Die alten Laufschuhe mitnehmen

Man unterscheidet zwischen den Laufstilen Vorfußläufer und Fersenläufer, zudem hat jeder Läufer spezifische Verhältnisse der Beinachsen, in anderen Worten: X-Beine, O-Beine oder gerade Beine. Um dies festzustellen, geht man einbeinig in die Hocke und beobachtet, wie sich die „gedachte“ Linie zwischen Hüft- und Sprunggelenk bewegt. Am besten nehmen Sie zu Ihrer Shoppingtour Ihre „Alten“ mit – also Ihre alten Laufschuhe! Anhand der Abriebmuster lassen sich nämlich die spezifischen Merkmale des Laufstils ablesen.

Im Schuhladen

Nehmen Sie Sich Zeit! Schließlich wollen Sie mit Ihren Zukünftigen viele schöne Stunden verbringen. Es gibt eine große Anzahl an Modellen verschiedenster Hersteller, die meist bereits kategorisiert sind: Im Segment „Natural“ finden sich die Barfuß-Schuhe, die aus Gummi oder Neopren angefertigt sind. Sie sind lediglich für Übungen aus dem Lauf-ABC oder für sehr kurze Läufe geeignet, denn sie sind nicht gedämpft und haben keine Stütze. „Neutral- oder Cushion“-Schuhe haben einen neutralen Sohlenaufbau, sie sind für Läufer ohne orthopädische Fehlstellungen geeignet. „Support“-Modelle sind Laufschuhe mit Pronationsstützen. Und zu den „Light- und Wettkampfschuhen“ zählen die so genannten Lighttrainer und leichte Schuhe mit flacher Sohle. Ihr Zweck: schnelle Läufe oder Wettkämpfe mit einer hohen Dynamik zu absolvieren. Aber auch in dieser Kategorie gibt es gestützte und neutrale Schuhe. „Trail- und Cross-Schuhe“ sind besonders für Läufe auf anspruchsvollem Terrain gedacht. Steine, Matsch, Wiese, rutschige Abhänge und so weiter. Die Schuhe zeichnen sich oft durch wasserdichtes Obermaterial aus.

Profi-Tipps zum Thema Laufschuhe

  • - Falls Sie orthopädische Einlagen tragen: Unbedingt mitnehmen, nur so können Sie einen passenden Schuh finden.
  • - Eigene Socken mitnehmen, mit denen man sonst auch läuft, so kann man sich nicht in der Größe des Schuhs vertun.
  • - Wenn möglich, abends kaufen – dann hat sich der Fuß leicht eine halbe Nummer vergrößert.
  • - Mehrere Paar Schuhe zulegen: Jeder Laufschuh ist anders konstruiert und mit verschiedenen Schuhen werden Füße und Gelenke anders belastet, das wirkt sich positiv auf die Fußmuskulatur aus.

Thomas Stark, www.triafreunde.com
 

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