Vor allem Laufanfänger stehen vor der Frage: Welcher Schuh ist der richtige für mich? Ist es eine gute Idee, einfach das schönste und dabei günstigste Paar auszuwählen? Weit gefehlt: Funktion und Preis der Laufschuhe sollten sich immer nach den Bedürfnissen des Läufers und nicht nach persönlichem Stilempfinden oder dem Geldbeutel richten.
Bevor die Frage, welcher Schuh es sein soll, beantwortet werden kann, müssen die Ansprüche des Läufers geklärt werden. Auf folgende Faktoren kommt es dabei an:
Man sollte sich also bereits vor dem Kauf einige Gedanken machen. Dr. Matthias Marquardt ist Autor der „Laufbibel“ ( Spomedis, 29,50 Euro) und empfiehlt zur Schuhauswahl folgendes:
Man unterscheidet zwischen den Laufstilen Vorfußläufer und Fersenläufer, zudem hat jeder Läufer spezifische Verhältnisse der Beinachsen, in anderen Worten: X-Beine, O-Beine oder gerade Beine. Um dies festzustellen, geht man einbeinig in die Hocke und beobachtet, wie sich die „gedachte“ Linie zwischen Hüft- und Sprunggelenk bewegt. Am besten nehmen Sie zu Ihrer Shoppingtour Ihre „Alten“ mit – also Ihre alten Laufschuhe! Anhand der Abriebmuster lassen sich nämlich die spezifischen Merkmale des Laufstils ablesen.
Nehmen Sie Sich Zeit! Schließlich wollen Sie mit Ihren Zukünftigen viele schöne Stunden verbringen. Es gibt eine große Anzahl an Modellen verschiedenster Hersteller, die meist bereits kategorisiert sind: Im Segment „Natural“ finden sich die Barfuß-Schuhe, die aus Gummi oder Neopren angefertigt sind. Sie sind lediglich für Übungen aus dem Lauf-ABC oder für sehr kurze Läufe geeignet, denn sie sind nicht gedämpft und haben keine Stütze. „Neutral- oder Cushion“-Schuhe haben einen neutralen Sohlenaufbau, sie sind für Läufer ohne orthopädische Fehlstellungen geeignet. „Support“-Modelle sind Laufschuhe mit Pronationsstützen. Und zu den „Light- und Wettkampfschuhen“ zählen die so genannten Lighttrainer und leichte Schuhe mit flacher Sohle. Ihr Zweck: schnelle Läufe oder Wettkämpfe mit einer hohen Dynamik zu absolvieren. Aber auch in dieser Kategorie gibt es gestützte und neutrale Schuhe. „Trail- und Cross-Schuhe“ sind besonders für Läufe auf anspruchsvollem Terrain gedacht. Steine, Matsch, Wiese, rutschige Abhänge und so weiter. Die Schuhe zeichnen sich oft durch wasserdichtes Obermaterial aus.
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