Ein Segelschein und ein bisschen Segelpraxis sind die Voraussetzung – dann können Sie ganz nach Rod-Stewart-Manier „I am sailing“ von einer Yacht flöten und mit einer Frau im Arm oder einem Bierchen in der Hand in den Sonnenuntergang segeln. Mit solchen oder ähnlichen Zielen vor Augen, sollten angehende Segler aber zunächst einmal eine passende Segelschule suchen. Denn nicht in jeder macht man ihn gleich schnell und komfortabel, den begehrten Segelschein.
Segelschulen gibt es wie Sand am Meer, deshalb sollten Sie bei der Wahl der richtigen Schule auf einige wichtige Kriterien achten: Die Boote müssen regelmäßig gewartet werden und technisch auf dem neusten Stand sein – schließlich haben Sie ja auch nicht in einem uralten Opel Auto fahren gelernt. Der praktische Unterricht sollte in kleinen Gruppen stattfinden, damit Sie oft genug selbst segeln können, um den Ablauf an Bord zu verinnerlichen. Im Theorieunterricht lernen Sie unter anderem alles zu praktischer und technischer Navigation, binden Seemannsknoten, spielen die verschiedensten Segelmanöver immer wieder gedanklich durch und werden optimal auf Notfallsituationen wie das Segeln bei Sturm vorbereitet. Glauben Sie nicht an Seemannsgarn und achten Sie darauf, dass die Lehrmaterialien bereits im Preis inbegriffen sind und sie Ihnen gehören. Büffeln müssen Sie ja auch zu Hause.
Segeln ist ein teurer Sport, und es liegt nahe, bei der Entscheidung für eine Segelschule die Preise zu vergleichen. Örtliche Segelschulen verlangen in Deutschland im Durchschnitt ab 600 Euro für einen Kurs, der zum Erwerb eines gewöhnlichen Segelscheins führt. Mit der Bezahlung der Kursgebühr sind im Normalfall der Theorieunterricht, Lernmaterialien, bis zu zehn Tage praktischer Unterricht auf einem voll ausgestatteten Segelboot und alle Prüfungsfahrten abgedeckt. Zusätzlicher Unterricht wie zum Beispiel Extra-Theoriestunden zum Segeln in Hochrhein-Gewässern schlagen mit fast 200 Euro zu Buche. Für den Urlaub empfehlen sich Gruppenreisen auf großen Segelbooten, um das Gelernte zu vertiefen und andere Segelverrückte kennen zu lernen.
Segelschein gemacht, aber kein Boot in Sicht? Ein gebrauchtes gibt es online schon ab einigen tausend Euro aufwärts zu kaufen. Der Preis für ein neues Boot vom Händler kann je nach Größe und Luxusfaktor des Kahns weit mehr als 100.000 Euro betragen. Anleitungen zum Selberbauen finden Sie auf dem Freizeit-Onlineportal Heimwerker.de. Einfacher und vor allem billiger geht es mit einem geliehenen Segelboot, für das Sie nur bis zu 100 Euro pro Tag ausgeben müssen – Segeln für echte Sparfüchse. In jedem Fall hat er sich dann gelohnt, der Segelschein.
Nähere Informationen zum Segelschein, sowie zu den Prüfungen und zu Segelschulen gibt es auf der Internetseite des deutschen Segler-Verbands
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