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Kopf hoch: Was machen eigentlich Plane-Spotter?

 

Sie sind begeisterte Anhänger der Luftfahrt und meist männlich. Seltenen Zivil- oder Militärmaschinen reisen Plane-Spotter schonmal um den gesamten Globus hinterher – und opfern dafür sogar ihren Urlaub. Aber warum eigentlich? Und was machen Plane-Spotter genau? Der Berater weiß es

Ein seltenes Flugzeug mit einem ungewöhnlichen Kennzeichen oder einer besonderen Airline vor die Linse bekommen – das ist das aufwändige Vergnügen der Plane-Spotter. Ihr Handwerkszeug sind die Kamera und der Notizblock, in dem alle Beobachtungen mit Datum und Uhrzeit festgehalten werden. Ob Lufthansa-Airbus oder Air France-Boeing, Eurofighter oder Tornado: Plane-Spotter üben sich in Engelsgeduld, wenn es darum geht, eine bestimmte Maschine abzulichten. Ihrem seltsamen Hobby, bei dem sie oft Stunden am Flughafenzaun ausharren, widmen sie meist ihre gesamte Freizeit und riskieren mitunter auch Ärger mit den Sicherheitsbehörden.

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Plane-Spotter: Der Profi guckt selbst da, wo der Laie nur badet

Plane-Spotter – wer betreibt dieses ungewöhnliche Hobby?

Piloten, Ärzte, Mechaniker und Lehrer – vorm Spotter-Fieber ist kaum jemand gefeit. Am Flughafenzaun sind die Männer meist unter sich. Die Beweggründe der Freizeit-Fotografen, die bei Außenstehenden oft auf Unverständnis stoßen, sind vielschichtig. Darunter fallen ungestillte Reiseträume ebenso wie Sammellust. Sie sehen sich als unerbittliche Jäger und als leidenschaftliche Sammler. Was man zu diesem Hobby mitbringen muss, sind Durchhaltevermögen, Fleiß und natürlich ein bisschen Verrücktheit.

Wie arbeiten Plane-Spotter?

Trotz ihrer professionellen Kameraausrüstung, mit der ihnen auch mal das Porträt eines Piloten gelingt, kommen die Luftfahrt-Freaks nicht in die Maschinen. Aber zu jedem Bild dokumentieren sie die Kennnummer des Flugzeugs, dessen Typ und die Fluggesellschaft sowie die Daten für Abflug und Landung. Ihre Sammelleidenschaft will es so. Selbst bei Privatjets sind die hartnäckigen Beobachter fast immer in der Lage, per Kennzeichen auf den Besitzer zu schließen. Zudem sind sie untereinander bestens vernetzt. In Spotter-Foren wie „flugzeugbilder.de“ oder „airliners.net“ stellen sie ihre minutiös kommentierte Ausbeute zur Schau.

Ist das Spionieren am Flughafenzaun riskant?

Flugzeugfans haben zivile Airports schon immer genauso belagert wie militärische Flughäfen. Das gibt manchmal Ärger mit dem Sicherheitspersonal. In Griechenland wurden 2002 mehr als ein Dutzend der Flugzeugbeobachter wegen Spionage zu hohen Haftstrafen verurteilt. Vor fünf Jahren entdeckten Plane-Spotter geheime CIA-Flüge mit Gefangenen für Guantanamo.

Günter Stauch
 

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