Irgendwann ist es in jeder Beziehung so weit: Die Dame der Wahl hat ein Problem. Sie hat ein Loch in der Wand, wo keines hingehört, oder sie hätte gern ein Loch, wo bisher alles kahl ist. Ihre Heizung wird nicht warm, oder die Dusche liefert nur noch kochend heißes Wasser. Natürlich ist dann aller Gleichberechtigung zum Trotz noch immer der starke männliche Arm gefragt – dessen Besitzer hoffentlich vorgesorgt hat. Denn nichts ist peinlicher, als erst den kompetenten Handwerker zu spielen, um dann an der Realität des eigenen Werkzeugkastens zu scheitern.
Fünf verschiedene Zangentypen gehören in einen gut sortierten Werkzeugkasten. Für schwerere Jobs ist die Rohrzange zuständig. Mit Stellschrauben lässt sich ihre Weite verändern, um dann im Sanitärbereich kräftig zupacken zu können. Die Wasserpumpenzange hingegen brauchen nicht nur Klempner, mit ihr lassen sich auch auf flexible Weise Schrauben und Muttern drehen. Die Kneifzange benötigt, wer alte Nägel aus der Wand ziehen oder Metallteile abknipsen will. Für elektrotechnische Arbeiten schließlich sollte eine Kombizange (mit isolierten Griffen) im Kasten liegen – mit ihr kann man zum einen Kabel durchtrennen, zum anderen auch weniger dicke Materialien festhalten. Wer auf beengtem Raum arbeiten muss, kann zudem noch eine oder mehrere Flachzangen gebrauchen.
Da gibt es zum einen den Schlosserhammer, ein Klassiker, gern in Krimis eingesetzt. Mit seinem Gewicht von bis zu einem Pfund ist er den meisten Aufgaben gewachsen. Zum Einschlagen zarter Metallstifte ist vielleicht ein leichterer Hammer sinnvoll
Gewiss – ganzen Generationen wurde schon erklärt, dass Schraubenzieher eigentlich Schraubendreher heißen, trotzdem wird die falsche Bezeichnung von Vater zu Sohn weitergegeben. Schraubenzieher benötigt man im Haushalt meist mit flacher sowie mit unterschiedlich gestalteter Kreuzschlitz-Klinge. Am wichtigsten sind hier die Systeme „Philips“ und „Pozidriv“ (sprich Posidraif). Je drei verschiedene Größen sollten in der Regel genügen.
Gardinenstangen aus Holz oder ähnliches kürzt man am besten mit einem Fuchsschwanz – je länger dessen Blatt ist, desto schneller ist man fertig, aber desto schwieriger ist die Technik zu beherrschen. Für kleinere Reparaturarbeiten ist zusätzlich eine Feinsäge sinnvoll, weil diese eine feste Rückenschiene besitzt und deshalb nicht so schnell ausbüchst. Für härtere Aufgaben, sprich Metall, kommt die Metall- oder Bügelsäge zum Einsatz, der man unterschiedliche Sägeblätter implantieren kann.
Bevor man sich überhaupt ans Werk begibt, sollte man den Arbeitsort gut ausmessen. Passt der Schrank überhaupt dorthin? Dazu ist ein Zollstock (künstlerisch auch Gliedermaßstab genannt) hilfreich. Die waagerechte Ausrichtung von Bildern oder Regalen prüft man mit der Wasserwaage.
Der Schraubenschlüssel ist das Gegenstück zum Schraubendreher. Um eine Verbindung mit Schraube und Mutter zu lösen oder festzuzurren, hält man mit beiden Werkzeugarten dagegen. Ringschlüssel schiebt man über den Kopf der Mutter. Wenn das nicht geht, braucht man den passenden Gabelschlüssel, der allerdings die Kraft nur auf zwei der sechs Seiten einer Mutter überträgt. Beide Arten gibt es zusätzlich in gekropfter Ausführung, was beim Erreichen tief liegender Stellen hilft. Was die Größen betrifft, so sollte man bei der Auswahl nicht sparen. Seltener braucht man Stiftschlüssel: Wer regelmäßig bei einem schwedischen Möbelhaus kauft, hat davon sowieso schon jede Menge im Keller.
Weitere Online-Angebote von Hubert Burda Media
AMICA . BUNTE . CINEMA . ELLE . FIT FOR FUN . FOCUS Online . Freundin . Guter Rat
Haus+Garten . Hubert Burda Media . HolidayCheck . Lust auf Genuss
MAX . Playboy . Playmate Casting . Mein schöner Garten . Mein Youngtimer
Super Illu . TV Spielfilm . TV Today . sevenload