Gebrauchtwagenkauf als Stolperfalle: Durchschnittlich alle acht Jahre kaufen wir uns ein neues Auto. Kein alltägliches Shopping-Erlebnis also, und entsprechend wenig Erfahrung haben wir damit. Lesen Sie hier die sechs wichtigsten Tipps für den Gebrauchtwagenkauf.
Wer keine Erfahrung mit dem Auto hat, für das sein Herz schlägt, ist der ideale Kunde – jedenfalls aus Sicht des Verkäufers. Also: Suchen Sie sich zunächst in aller Ruhe die nötigen Informationen über das Wunschmodell. In Gebrauchtwagenforen und auf Fanseiten finden Sie die besten Tipps.
Besonders wichtig ist das Wissen um die Schwachstellen eines bestimmten Modells. Durchrostungen an der Spritzwand, zur Verstopfung neigende Wasserablauföffnungen mit Rostbefall von Innen – nur zwei Beispiele für Mängel, die man auf den ersten Blick nicht sieht, die aber kostenintensive Folgen haben können.
Manchmal genügt schon ein geänderter Steuersatz (zum Beispiel der Wegfall der günstigen Wohnmobilbesteuerung) und der Wert eines Gebrauchtwagens kann um größere Beträge fallen oder steigen. Machen Sie Probeabfragen in Automobilbörsen, um den Wert ihres Wunschwagens in den verschiedenen Erhaltungszuständen zu ermitteln. Und wichig: Denken Sie an die Ersatzteilpreise. Denn auch diese gehören später, gerade bei älteren Gebrauchtwagen, zu den ungeliebten Fixkosten.
Ein Auto muss nicht nur von außen begutachtet werden. Ein Blick auf die Unterseite ist Pflicht! Dabei können Sie Leckagen entdecken, schlechte Reparaturen an den Schwellern oder lose Dichtungen – das alles sieht man auch als Laie ohne besondere Fachkenntnisse. Ebenfalls unabdingbar: Ein Schichtdickenmesser für den Lack, ersatzweise ein entsprechender Magnet. Hält er nicht überall gleich gut am Blech, wurde gespachtelt!
Einsteigen und einmal die Straße rauf und runter – wer so seine Probefahrt erledigt, muss sich später nicht wundern. Wichtig ist vielmehr: ausführlich das Auto in allen wichtigen Fahrsituationen bewegen (Stadtverkehr, Landstraße, ggf. Autobahn), auch mal stark auf die Bremse treten und mit versetzten Rädern einen Bordstein herunterfahren (Klappergeräusche, verzogene Türen beim Cabrio?). Benutzen Sie das Auto so, wie Sie ihr jetziges Auto fahren.
Oft kennt sich der Kumpel aus. Und wenn nicht, ist es trotzdem gut, ihn zum Besichtigungstermin mitzunehmen. Vier Augen sehen mehr als zwei. Und ein (vermeintlicher) Fachmann zeigt dem Verkäufer: Ich lasse mir nichts vormachen. Wenn Sie diese Tipps beherzigen, sind Sie für den Gebrauchtwagenkauf bestens gerüstet.
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