Wer sein Auto oder Motorrad selbst reparieren will, muss nicht unbedingt ein gelernter Mechaniker sein. Mit ein wenig handwerklichem Geschick, Geduld und den richtigen Arbeitsmitteln geht’s auch. Und je mehr Erfahrung man dabei sammelt, umso besser wird man. Einige Pannen wiederholen sich gerne – sind jedoch leicht zu vermeiden. Die zehn wichtigsten Schraubertipps.
1. Das richtige Werkzeug benützen: Wer mit der Zange an Sechskantschrauben oder einem kaputten Schraubenzieher herummurkst, darf sich nicht wundern, wenn die Schraubenköpfe bald rund werden. Dann die Schrauben auszubohren oder eine andere mühevolle Lösung zu finden, ist ärgerlich. Deshalb: passendes Werkzeug verwenden – und zwar hochwertiges. Mit Ware vom Baumarkt wird man selten glücklich _ im Fachhandel einkaufen.
2. Original-Ersatzteile einbauen. Wer hier spart, wird es oft bereuen. Mangelhafte Funktion, kurze Lebensdauer oder schlechte Passgenauigkeit sind typische Kritikpunkte an Reproteilen. Und: Die Teile rechtzeitig besorgen – am Samstagnachmittag wird es meist schwierig.
3. Reparaturhandbuch verwenden, Wer an einem Motor einfach drauflos bastelt, riskiert ernste Schäden. Bei Bremsen und Fahrwerk kann dies lebensgefährlich werden! In den Original-Werkstatthandbüchern oder Reparaturhandbüchern (etwa vom Bucheli-Verlag) ist jeder Arbeitsschritt genau festgehalten.
4. Sauber arbeiten: Fett auf den Bremsscheiben ruiniert die Beläge, Bremsflüssigkeit auf der Karosserie zerstört den Lack. Daher immer peinlich genau auf Sauberkeit achten.
5. Ausgebaute Teile markieren: Mit einem Kreppklebeband und einem Filzstift kann man jedes Teil mit einer Notiz versehen. Auch abgezogene Kabel finden ihren richtige Steckplatz wieder, wenn man sie kennzeichnet. Damit am Ende keine Teile übrig bleiben....
6. Auf Sicherheit achten: Beim Heben des Fahrzeugs immer Böcke unterstellen, und beim Motorrad keine Hilfskonstruktion basteln! Eine beschädigte Karosserie oder ein verbeulter Auspuff sind noch die geringsten Schäden, wenn der Wagenheber wegrutscht – hier herrscht absolute Lebensgefahr. Den Schraubertipp „Sicherheit geht vor sollte man am besten groß an die Werkstattwand schreiben.
7. Nach fest kommt ab: Jede Schraube hat ihr Drehmoment – überschreitet man dieses beim Festziehen, reißt die Schraube ab oder zerstört eventuell das Motorgehäuse. Zu jedem Fahrzeug gibt es fahrzeugspezifische Drehmomente, angegeben im Werkstatthandbuch.
8. Flüssigkeiten nie offen herumstehen lassen: Beim Schrauben ist man vertieft – und stolpert gerne mal über einen Kübel Öl. Um die große Sauerei zu vermeiden: abgelassene Flüssigkeiten sofort entfernen und umweltgerecht entsorgen.
9. Ökonomisch arbeiten: Wenn man einen Motor wegen einem defekten Ventil oder einem gebrochenen Kolbenring öffnen muss, ist zu überlegen, ob man das Triebwerk nicht komplett überholt. Ein Satz Kolben und Dichtungen sind immer noch billiger als die ganze Arbeit nach wenigen hundert Kilometern zu wiederholen. Auch eine wiederholte Bastelei am Auspuff nervt - warum nicht gleich einen neuen einbauen?
10. Korrekt einfüllen: Bei Flüssigkeiten und Füllmengen darf weder improvisiert noch geschätzt werden. Ins Getriebe gehört kein Motoröl, in den Bremskreislauf kein Hydrauliköl. Und zu viel Öl schadet dem Motor oder lässt die Federgabel einseitig arbeiten. Manches Dichtungsmittel kann sich etwa im Motor lösen und die Ölpumpe verstopfen – ein Kollaps ist die Folge.
Wenn man sich an diese Schraubertipps hält, wird man in kurzer Zeit vom Lehrling zum Meister – und hat auch durch den Erfolg wesentlich mehr Spaß am Schrauben.
Weitere Online-Angebote von Hubert Burda Media
AMICA . BUNTE . CINEMA . ELLE . FIT FOR FUN . FOCUS Online . Freundin . Guter Rat
Haus+Garten . Hubert Burda Media . HolidayCheck . Lust auf Genuss
MAX . Playboy . Playmate Casting . Mein schöner Garten . Mein Youngtimer
Super Illu . TV Spielfilm . TV Today . sevenload