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Mythos Scheidenkrampf – so gefährlich ist Vaginismus wirklich

 

Sex ist eine gefährliche Angelegenheit. Das wissen wir nicht erst, seit Dieter Bohlen ein Buch geschrieben hat. Doch kann es beim wilden Liebesspiel tatsächlich passieren, dass man "steckenbleibt" und nicht wieder rauskommt? Wie groß die Gefahr, ein Opfer des so genannten Vaginismus zu werden, wirklich ist – der Berater weiß es.

Schon in der Oberstufe erzählte man sich in der Raucherecke von üblen Sex-Szenarien. Dauerbrenner: Ein Zustand namens Vaginismus, auch Scheidenkrampf genannt. Hierbei sollen die Muskeln des weiblichen Geschlechtsorgans unkontrolliert zuschnappen, so dass Eindringlinge bis auf Weiteres gefangen sind. Das nennt man dann „Penis captivus“ – nur, damit Sie wissen, was Sie dem Notarzt durchgeben müssen.

Vaginismus.jpg
Vaginismus: ein Dauerbrenner in der Sex-Mythen-Sammlung

Mythos und Wahrheit von Vaginismus

Die gute Nachricht: Wenn Sie einmal drin sind, kommen Sie auch wieder raus. Die schlechte Nachricht: Vaginismus gibt es wirklich. Allerdings tritt der Scheidenkrampf nicht während des Verkehrs auf, sondern davor. Sobald etwas in die Vagina eingeführt werden soll, verkrampft sich die Scheidenmuskulatur derart, dass Sex unmöglich wird. Die Frau selbst hat keine Kontrolle darüber.

Mögliche Ursachen von Vaginismus

Man unterscheidet zwischen primärem und sekundärem Vaginismus. Die Primärform besteht, wenn eine Frau schon während ihrer Pubertät darunter gelitten hat. Die Sekundärform betrifft Frauen, die schon Sex hatten, und erst später Probleme bekommen. Insbesondere letztere Form wird meist durch psychische Ursachen ausgelöst, zum Beispiel durch ein traumatisches sexuelles Erlebnis. Aber auch rein körperliche Beeinträchtigungen wie muskuläre Probleme können eine Rolle spielen.

Behandlung von Vaginismus

Und nochmal eine gute Nachricht: Vaginismus ist heilbar. Eine Möglichkeit ist die Desensibilisierung mit Dilatoren. Das sind Plastikstäbe in verschiedenen Größen, die so ähnlich aussehen wie Dildos. In der Medizin werden sie zur behutsamen Dehnung von Körperöffnungen eingesetzt. Damit kann sich die Vagina Schritt für Schritt daran gewöhnen, immer größere Dilatoren aufzunehmen – und irgendwann auch einen Penis. Zusätzlich helfen Entspannungsübungen und Beckenbodentraining. Aber auch um die psychischen Ursachen sollte man sich kümmern: am besten in einer Psychotherapie.

Birgit Querengäßer
 

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