Vergebene Männer kennen das Phänomen: Fällt es einem als Single noch so schwer, eine Frau kennenzulernen – sobald man unter der Haube ist, muss man nur mal eben zum Supermarkt um die Ecke gehen und hat schon hundert Chancen zum aufregenden Flirt. Ist man dann aber irgendwann wieder alleine, kann man froh sein, wenn man von einer Frau in der Schlange mal aus Versehen angerempelt wird. Aber was macht Beziehungsmänner so viel anziehender? Immerhin heißt es ja, dass gerade Singles mehr Wert auf ihr Aussehen legen und damit prinzipiell auch attraktiver für die Frauenwelt sein müssten. Ganz zu schweigen davon, dass die Freundin im Arm auch der begriffsstutzigsten Anwärterin ja eigentlich „Chancenlosigkeit“ signalisieren müsste.
Der Reiz vergebener Männer ist so banal wie einfach erklärt: Frauen sind wie Birkhühner. Punkt. Klingt – zugegeben – nicht besonders charmant, tatsächlich aber kommt dieses Phänomen auch in der Tierwelt vor, wie die Verhaltensbiologin Professor Constance Schraff von der Freien Universität Berlin erklärt: „Tiere basieren ihre Entscheidungen, wer ein evolutionsbiologisch gesehen 'fitter' Partner ist, nicht nur darauf, wer gesund und sexy aussieht, sondern auch darauf, welche Meinung die Geschlechtsgenossinnen von ihm haben. Zum Beispiel wählen Birkhuhnweibchen eher diejenigen Männchen, die schon bei anderen Weibchen zum Zuge gekommen sind." Da reicht es sogar aus, ein ausgestopftes Exemplar neben sie zu stellen. (Von der Mitnahme ausgestopfter Birkhühner oder aufblasbarer Gummipuppen in Diskotheken wird an dieser Stelle abgeraten). Der Wissenschaftler nennt dieses Verhalten „mate choice copying“.
Hinzu kommt, dass Frauen die Bereitschaft von Männern, sich systematisch zu binden, unterschätzen. Sozialpsychologe Dr. Sascha Schwarz von der Universität Wuppertal ist daher der Meinung: „Wenn Frauen annehmen, dass sich Männer sowieso nicht binden wollen und sie dann im Prinzip über Beobachtung erschließen können, dass sich ein Mann doch binden kann, dann könnte das dazu führen, dass vergebene Männer für Frauen attraktiver werden.“
Wissenschaftlich belegt ist das allerdings nicht. Dafür fanden Forscher aber etwas anderes heraus: Männer, die sich mit Schönheiten umgeben (schnurzpiepegal ob feste Freundin, Arbeitskollegin, Schwester oder extrem adrettes Birkhuhn) werden von der Damenwelt selbst als attraktiver wahrgenommen.
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