In letzter Minute die Einladung absagen, weil die Holde Bauchweh hat oder der beste Kumpel Liebeskummer? Schwierig, schließlich ist seit Wochen zugesagt. Die wohl lässigste Absage aller Zeiten stammt von Dichter Marcel Proust: „Bin verhindert, Lüge folgt.“ Aber leider empfiehlt sie sich nicht zur Nachahmung.
Das A und O der höflichen Absage ist der persönliche Kontakt. Rufen Sie den Gastgeber an und erklären Sie ihm, was Sie von seiner Party abhält. Bleiben Sie dabei stets bei der Wahrheit. Wenn der Chef Sie mit Arbeit zugebombt hat oder eine Grippe im Anflug ist, können Sie ruhig mit offenen Karten spielen.
Falls der Gastgeber nicht persönlich erreichbar ist, sprechen Sie ihm auf den Anrufbeantworter oder schreiben eine Kurzmitteilung. Trotzdem sollten Sie am nächsten Tag noch einmal das Gespräch suchen. Etikette-Expertin Nandine Meyden rät außerdem: „Schlagen Sie bei der Absage einen anderen Termin für ein Zusammentreffen vor. Eine Gegeneinladung zeigt dem Gastgeber, dass Sie an der Freundschaft interessiert sind.“
Bei einem großen Fest sollten Sie das Geschenk per Fahrradkurier oder Taxi zur Location kommen lassen. „Einen persönlichen Brief dazulegen, indem Sie noch einmal Ihr Bedauern äußern und eine gelungene Party wünschen,“ empfiehlt Benimm-Expertin Nandine Meyden. Merke: Auch, wenn Marcel Proust mit seiner legendären Partyabsage meistens Recht hat, ist eine höfliche Absage Pflicht. Und wer auf stilvolle Weise seine Einladung absagt, muss weder ein schlechtes Gewissen haben, noch lügen.
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