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Flugzeug-Knigge: Gutes Benehmen über den Wolken

 

Nur Fliegen ist schön - das Flugzeug wird immer mehr zum selbstverständlichen Transportmittel. An Bord rechnet der Fluggast mit exzellentem Service von einer bestens gelaunten, höflichen und im Idealfall auch attraktiven Stewardess. Doch wer gutes Benehmen erwartet, sollte dieses auch selbst an den Tag legen. Der Berater verrät die wichtigsten Regeln.

Habe ich Chancen bei der Stewardess? Wie viel Alkohol vertrage ich? Wie viel Platz kann ich für mich beanspruchen? Wie kriege ich ein Upgrade in die Business Class? Und wie war das noch mit dem Sex auf der Flugzeug-Toilette? Brennen Ihnen diese Fragen vor der nächsten Flugreise noch unter den Nägeln? Verständlich. Es gilt schließlich auch in der Luft, Fettnäpfchen zu umschiffen. Wie Sie sich zu jedem Zeitpunkt angemessen verhalten bei Ihren Reisen im Flugzeug erklärt Ihnen der Berater.

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Flugzeug-Knigge: Mit gutem Benehmen fliegen die Stewardessen auf Sie

Schon vor dem Start zählt gutes Benehmen

Die erste Hürde bei Flugreisen ist meist die Sicherheitskontrolle. Manche Fluggäste meinen, besonders lustig zu sein, wenn sie bei der Frage nach ihrem Handgepäck angeben, dass dort nur eine Bombe drin sei. Das finden die Damen und Herren bei der Kontrolle gar nicht witzig. In den USA werden stichprobenartig sogar sogenannte psychologische Gesichtskontrollen durchgeführt. Passagiere, die gestresst oder nervös wirken, werden herausgewunken. So werden auch immer häufiger Raucher ins Visier genommen, die einfach nur nervös sind, weil sie dringend Nikotin benötigen. Auch wenn die Regelung 2012 wieder abgeschafft werden soll, sollte man auf Flüssigkeiten über 100ml im Handgepäck verzichten. Es soll schon vorgekommen sein, dass Passagieren, die nicht auf den neu gekauften Schnaps verzichten wollten und ihn bei der Kontrolle ausgetrunken haben, die Ohnmacht ereilte oder sie mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden sind.

Beim Boarding immer schön der Reihe nach

Bevor es ins Flugzeug geht, kommt das Boarding. Dabei werden Passagiere beim Einsteigen immer häufiger nach Sitzreihen aufgerufen. Daran sollte man sich halten. Drängeln bringt übrigens auch nichts. Wenn man noch etwas Zeit hat, kann man diese nutzen und den Duty-Free-Shop aufsuchen, oder etwas essen und trinken. Dabei sollte man aber nicht die Aufrufe des Boardingpersonals überhören. Die Mitreisenden können es krumm nehmen, wenn der Flieger nicht starten kann, weil man bei einem Bierchen sitzt und den Abflug vergisst. Starten kann die Maschine nämlich nicht so einfach, weil man zuerst die Gepäckstücke der fehlenden Passagiere heraussuchen müsste.

Betrunken an Bord kommt nicht gut

Kaum hat man es an Bord geschafft, kann die Flugreise auch schnell wieder vorbei sein. Man sollte auch bei der Rückreise vom Mallorca-Trip darauf achten, nicht bereits vorm Abflug völlig betrunken zu sein und dem Flugpersonal negativ auffallen. Die verstehen in diesem Fall keinen Spaß. Sehr aggressive Passagiere bekommen schnell Flugverbot erteilt. Und auch bei Flugreisen sollte man auf sein Äußeres achten. Ein Mann musste bei einem British Airways Flug von Hawaii nach Düsseldorf den Flieger verlassen, weil seine Sitznachbarin sich über seinen Schweißgeruch beschwert hat. Es kann sogar passieren, dass zu dicke Passagiere nicht mitgenommen werden, weil der Platz nicht ausreichend ist und sie zwei Sitzplätze hätten buchen müssen. Etwas Ähnliches passierte im letzten Jahr sogar dem amerikanischen Regisseur Kevin Smith.

Mehr als Handgepäck hat in der Kabine keinen Platz

Hat man das Flugzeug erfolgreich und pünktlich erreicht, sollte man den Sitzplatz zügig einnehmen. Das Handgepäck muss auch nicht sofort verstaut werden. Mitreisende sollten zuerst vorbei gelassen werden, sie werden es danken. Außerdem liegt die Betonung auf Handgepäck: Das Bordpersonal könnte säuerlich reagieren, wenn man ihnen beim Einsteigen den Grill und die Kühlbox mit dem Aufruf „Verstauen“ in die Hand drückt. Mehr Rücksicht ist auch bei den Sitznachbarn angesagt. Die Rückenlehne muss nicht immer nach hinten gestellt sein und ein Kampf an der Armlehne muss auch nicht ausgefochten werden. Noch ein Tipp: Wenn man wie selbstverständlich in der Business Class Platz nimmt, die Zeitschriften einsteckt und dann kurz vor Abflug in die Holzklasse wechselt, fliegt das auf - man wird nämlich beobachtet.

Fauxpas: Applaus nach der Landung

Endlich sitzt man im richtigen Flieger auf dem richtigen Platz und hat den Nachbarn freundlich begrüßt, schon geht es los. Eins vorneweg: die Flugbegleiter sind in erster Linie für die Sicherheit an Bord und dann erst für den Service zuständig. Dementsprechend sollten sie auch behandelt werden. Keine Sorge – falls die gutaussehende Flugbegleiterin an Ihnen interessiert sein sollte, werden Sie es merken. Sie wird die Initiative ergreifen. Anmachsprüche wie „Hallo, schöne Frau! Ich habe meine Handynummer vergessen, bekomme ich deine?“ hört sie mehrmals die Woche und kann nur müde darüber lächeln. Ist man ganz begeistert von dem Flug und der Landung, kann man dies mit einem Dankeschön und freundlichen Gruß beim Flugpersonal ausdrücken und nicht mit Applaus nach der Landung.

Britta Geiger
 

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