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Frauen mit Politikverständnis beeindrucken: Diese fünf deutschen Politiker müssen Sie kennen!

 

In 52 Jahren Bundesrepublik ist einiges passiert – vom Mauerbau über den deutschen Herbst bis zur Wiedervereinigung. Doch wer war dafür eigentlich verantwortlich? Der Berater stellt fünf deutsche Politgrößen vor, die man auf jeden Fall kennen muss!

Vielleicht sollten Sie nicht gleich beim ersten Date eine Politikdebatte vom Zaun brechen, aber ein bisschen Wissen über deutsche Politiker kann in keinem Fall schaden. Denn Frauen stehen auf intelligente Männer. Und wer es schafft, in einer kleinen Politikdiskussion mit guten Anekdoten zu punkten, hat bei der Damenwelt einen Stein im Brett.

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Berliner Reichstag: Hier sitzen die mächtigen Männer und hauen ihre besten Sprüche raus

Der Mann der ersten Stunde: Konrad Adenauer (1876-1967)

Daher kennen Sie ihn: Vielleicht schon mal vom Konrad-Adenauer-Flughafen (Köln/Bonn) in den Urlaub gestartet? Das müssen Sie über ihn wissen: Konrad Adenauer war von 1917 bis 1933 Oberbürgermeister der Stadt Köln. Im Jahr 1933 verweigerte er Adolf Hitler den Empfang und wurde von den Nationalsozialisten seines Amtes enthoben. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Adenauer erster Vorsitzender der neu gegründeten CDU. 1949 wurde er zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Er regierte 14 Jahre und trat 1963 – unter anderem aufgrund der Spiegel-Affäre – zurück. Neben seinen politischen Tätigkeiten war Adenauer auch Erfinder, meldete zum Beispiel Patente für Sojawurst oder Kölner Brot an. Er war zweimal verheiratet und hat insgesamt acht Kinder. Das verdanken wir ihm: sämtliche Nachkriegsabkommen, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, die Hallstein-Doktrin. Sein bester Spruch: „Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, es gibt keine anderen.“ Mit diesem Satz punkten Sie: „Ich habe gelesen, Adenauer bestand sein zweites Staatsexamen in Jura nur mit der Note ausreichend.“

Die Kniefalllegende: Willy Brandt (1913-1992)

Daher kennen Sie ihn: aus der Tagesschau. Sämtliche SPD-Politiker halten ihre Reden vor der überlebensgroßen Skulptur Willy Brandts in der Berliner Parteizentrale. Das müssen Sie über ihn wissen: Während der Zeit des Nationalsozialismus gehörte Brandt zu einer Widerstandsgruppe und emigrierte nach Norwegen. Willy Brandt wurde von den Nationalsozialisten ausgebürgert und bemühte sich um die norwegische Staatsbürgerschaft. Bei zwischenzeitlichen Einreisen in das Deutsche Reich nannte sich Brandt Gunnar Gaasland. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er von 1957 bis 1966 regierender Bürgermeister von West-Berlin und im Anschluss daran Bundesaußenminister und Stellvertreter des Bundeskanzlers. 1969 bis 1974 war Willy Brandt Bundeskanzler. Im Jahr 1971 erhielt er den Friedensnobelpreis. 1974 trat er in Folge der Guillaume-Affäre zurück. Privat war Brandt dreimal verheiratet, zweimal geschieden und hat insgesamt vier Kinder. Das verdanken wir ihm: den Kniefall von Warschau, die Entspannungspolitik, den Grundlagenvertrag mit der DDR und den Radikalenerlass. Sein bester Spruch: „Man kann nie so kompliziert denken, wie es plötzlich kommt.“ Mit diesem Satz punkten Sie: „Willy Brandt ist doch bloß sein Künstlername. Geboren wurde er als Herbert Frahm.“

Der letzte Superheld Bayerns: Franz Josef Strauß (1915-1988)

Daher kennen Sie ihn: In Bayern lächelt Ihnen sein Konterfei im zünftigen Wirtshaus entgegen. Das müssen Sie über ihn wissen: Von 1953 bis 1955 bekleidet er in der Regierung Konrad Adenauers das Amt des Bundesministers für besondere Aufgaben. 1955/56 wechselt er das Amt und wird Bundesminister für Atomfragen. Danach folgen sechs Jahre als Bundesverteidigungsminister. Ab 1966 ist Strauß drei Jahre Finanzminister, bevor er 1978 zum Ministerpräsidenten von Bayern ernannt wird. Des Weiteren war Strauß von 1961 bis zu seinem Tod 1988 Vorsitzender der CSU. Am Trauermarsch zu seinen Ehren nahmen seiner Zeit über 100.000 Menschen teil, Strauß wurde vom jetzigen Papst Karl Joseph Ratzinger beigesetzt. Das verdanken wir ihm: die Starfighter-Affäre, Fibag-Affäre, die Onkel-Aloys-Affäre, den HS-30-Skandal und natürlich die Spiegel-Affäre. Seine besten Sprüche: „Es ist mir egal, wer unter mir Bundeskanzler wird“ und „Lieber ein kalter Krieger, als ein warmer Bruder“. Mit diesem Satz punkten Sie: „Er ist einer der zehn Politiker, die es geschafft haben, über 25 Jahre ununterbrochen im Bundestag zu sitzen.“

Die rauchende Eminenz: Helmut Schmidt (*1918)

Daher kennen Sie ihn: Qualmt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gerne Maischberger und Beckmann das Studio zu. Das müssen Sie über ihn wissen: 1961 war Schmidt Senator der Hamburger Polizeibehörde. Von 1967 bis 1969 war er Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, zwischen 1969 und 1974 zunächst Bundesminister der Verteidigung, Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen und Bundesminister der Finanzen, bevor Schmidt 1974 zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland ernannt wurde. Seine Amtszeit endete 1982, nachdem im Bundestag ein konstruktives Misstrauensvotum gegen ihn gestellt wurde. Seit 1983 ist Helmut Schmidt Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Privat war er 58 Jahre mit Loki Schmidt verheiratet, die 2010 im Alter von 91 Jahren starb. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter. Helmut Schmidt ist der einzige Mann, dem es gestattet ist, im deutschen Fernsehen - und überhaupt überall - zu rauchen. Das verdanken wir ihm: das Krisenmanagement während der Hamburger Sturmflut 1962, den NATO-Doppelbeschluss, den G-7-Gipfel, die Befreiung der Landshut-Passagiere. Sein bester Spruch: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“ Mit diesem Satz punkten Sie: „Wussten Sie, dass Helmut Schmidt als Musikliebhaber die Big Band der Bundeswehr ins Leben rief?“

Der Einheitskanzler: Helmut Kohl (*1930)

Daher kennen Sie ihn: aus satirischen Karikaturen, in denen er aufgrund seiner Leibesfülle und Herkunft immer als Birne dargestellt wurde. Das müssen Sie über ihn wissen: Kohl war von 1969 bis 1976 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, von 1973 bis 1998 Parteivorsitzender der CDU und von 1982 bis 1998 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. 1960 heiratete Helmut Kohl Hannelore, mit der er zwei Kinder hat. Hannelore Kohl verstarb 2001 nach einem Suizid. Das verdanken wir ihm: die Wiedervereinigung, die Bestrebungen um die deutsch-französische Freundschaft, den Regierungsumzug von Bonn nach Berlin, die Spendenaffäre. Seine besten Sprüche: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt“ und „Das ist eine klassische journalistische Behauptung. Sie ist zwar richtig, aber sie ist nicht die Wahrheit.“ Mit diesem Satz punkten Sie: „Er trägt übrigens als Einziger neben Konrad Adenauer das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik mit Lorbeerkranz.“

Lena Iker
 

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