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Winterklassiker: Glühwein selbst ansetzen

 

Keine Lust auf Billig-Plörre? Na, dann machen Sie sich Ihren Glühwein doch selbst! Ist gar nicht so schwierig, mindert das Kopfschmerz-Risiko und schmeckt hervorragend. Der Berater sagt Ihnen, wie’s geht.

Sie trinken gern mal eine Tasse leckeren Glühwein, haben aber was gegen künstlichen Geschmack und fiese Kopfschmerzen? Dann ist selbst gemachter Glühwein genau das Richtige für Sie. Denn der „Glühwein-Kater“ kommt meist von der fatalen Kombination aus Alkohol und jeder Menge Zucker, die in billigem Glühwein für Geschmack sorgen soll.

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Selbst gemachter Glühwein schmeckt viel besser als die Fertig-Plörre aus dem Supermarkt

Wider dem Kopfschmerz: möglichst wenig Zucker

Regel 1 für Glühweinbrauer lautet daher: Hochwertigen Rotwein als Basis verwenden und sparsam mit Zucker umgehen. Wenn Sie einen sehr fruchtigen Rotwein wählen, können Sie möglicherweise ganz auf Zucker verzichten. Regel Nummer 2 gilt auch für gekauften Glühwein: Das Getränk nur erhitzen, nicht kochen – denn dabei verändert sich der Geschmack. Dann mal los: Für Ihren ganz persönlichen Glühwein gießen Sie trockenen oder lieblichen Rotwein in einen Topf. Soll das Gebräu nicht so stark werden, geben Sie heißes Wasser, Apfel- oder Orangensaft dazu.

Für guten Glühwein: Nelken, Zimt, Sternanis

Feinschmecker pressen Zitronen oder Orangen frisch aus und sorgen mit deren Saft und abgeriebener Schale für eine fruchtige Note. Für den typischen Weihnachtsgeschmack sind Gewürze wie Nelken, Zimtstangen, Sternanis, Piment, Holunderbeeren, getrocknete Orangenschalen oder Kardamom verantwortlich. Auch Ingwer verleiht Ihrem Heißgetränk ein besonderes Aroma. Geben Sie die Gewürze am Besten in einem Teefilter oder einem kleinen Teesieb hinzu – dann sparen Sie sich später das Abseihen. Für alle, die kein gut sortiertes Gewürzregal besitzen: Es gibt auch fertig gemischtes Glühweingewürz zu kaufen.

Für Abwechslung: weißer Glühwein und rote Säfte

Erhitzen Sie Ihr Getränk unter ständigem Rühren – langsam, und nicht kochen lassen. Zum Schluss je nach Geschmack noch etwas braunen Zucker, Kandiszucker, Honig oder einen Schuss Rum, Portwein, Holunder- oder Orangenlikör dazu. Fertig! Für Abwechslung sorgen folgende Variationen: Fügen Sie frisch aufgebrühten schwarzen Tee hinzu, nehmen Sie Weiß- statt Rotwein oder versuchen Sie mal eine antialkoholische Variante mit roten Säften (etwa Johannisbeeren- oder Traubensaft) statt Rotwein.

Für Eilige: Tee mit Rum

Das dauert Ihnen alles zu lang? Dann machen Sie sich als fixe Alternative einen Tee mit Rum. Einfach Schwarztee, z.B. Earl Grey, aufgießen – für eine anregende Wirkung maximal drei Minuten ziehen lassen – und dann einen Schuss braunen Rum dazu. Wer mag, süßt noch mit Kandiszucker oder Honig, und fertig ist das köstliche Hüttengetränk, das wie selbst gemachter Glühwein auch vor dem heimischen Kamin schmeckt.
Genug von Glühwein? Dann probieren Sie doch mal selbst gemachte Feuerzangenbowle.

Katharina Büchele
 

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