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Wodka: alles über das saubere Wässerchen

 

Kaum ein Schnaps hat die Tresen unserer Bars so erobert wie der Wodka. Klar, denn dieser Schnaps ist klar – und eignet sich hervorragend für allerlei Mischgetränke. Doch was ist dran, wenn es um Qualität und Geschmack geht? Der Berater sagt's Ihnen.

Das Wort „Wodka" kommt aus dem Russischen und bedeutet – die meisten wissen das – „Wässerchen". In Russland und Polen ist der Schnaps bis heute das meistgetrunkene alkoholische Getränk. Und nicht etwa in zwei cl-Gläschen wie bei uns, sondern aus dem „Stopka", einem 100-Milliliter-Glas. Und weil Wodka so wichtig ist für die russische Seele, ist er seit jeher ein entscheidendes Wirtschaftsgut – durch die Besteuerung: Mit Wodka wurden Kriege gewonnen, Revolutionen geführt und Eroberungen gemacht, damit war immer viel Geld zu machen. Dabei ist Wodka ein ganz simples Getränk.

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Klar ist der klar: Wodka kann man auch pur trinken

Wodka kann man sehr einfach herstellen

Wodka kann man aus fast allem machen, was Zucker (also Stärke) enthält: Roggen, Weizen oder auch Kartoffeln. Die geschrotete oder gestampfte Basis wird erhitzt, vergoren, gebrannt und gefiltert. Und weil das so schön einfach geht, ist das Selberbrennen in Russland eine schöne alte Sitte. Mit teilweise recht erstaunlichen Ergebnissen. Der wichtigste Effekt war immer: Man wird ordentlich betrunken davon. Leider führen auch manche Amateurbrände zu Fehlgärungen, die sich später als gesundheitsschädlich herausstellen.

Wodka und Geschmack? Quatsch!

Wenn Ihnen ein selbst ernannter Wodkaexperte etwas von Geschmack erzählt, sollten Sie ihm gar nicht weiter zuhören. Denn Wodka hat praktisch keinen Geschmack. Höchstens Charakter. Die Qualität beim Wodka macht die Reinheit aus: mit welchem Wasser gearbeitet wurde und wie gefiltert wurde. Manche Hersteller filtern mit Eiweiß, andere mit Aktivkohle. Aber gerade die Geschmacklosigkeit zeichnet Wodka als ideal für viele Cocktails aus: als Geschmacksträger, der eine Note verstärkt und dank Alkohol den richtigen Pfiff ins Glas bringt.

Wodka braucht man für viele Cocktails

Und so gelingt ein Bloody Mary, ein Sex on the Beach und ein Cosmopolitan eben nur mit Wodka. Inzwischen wird das Wässerchen übrigens auch aus Melasse gemacht - legal. Was ihn also nicht zur Sammlerspirituose macht. Auch über die Herkunft machen sich viele Wodkafreunde Illusionen: Kaum ein Wodka kommt noch aus Mütterchen Russland. Smirnoff ist eine US-Firma, Gorbatschow eine deutsche und Grey Goose stammt aus Frankreich. Was man jedoch nicht als Qualitätsminderung sehen muss: Wodka ist eben heute international.

Klaus Mergel
 

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