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Was ist Scotch Whisky?

 

Der Scotch Whisky gilt als Vater aller edlen Getreideschnäpse. Viele Sammler beschränken sich auf diese Spirituose aus Schottland. Doch was genau macht einen Scotch aus?

Der Whiskymarkt ist für Laien so verwirrend wie faszinierend. Jeder der Drinks, ob Bourbon, Scotch oder Irish, hat seine Besonderheiten – aber welche? Klarer Favorit der meisten Whiskyliebhaber: der Scotch, egal ob Single Malt oder Blended. Was aber genau macht einen Scotch aus?

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Edles Fass: Bei Glenmorangie lässt man sich viel Zeit mit der Lagerung

Ein Scotch muss mindestens 40 Prozent Alkohol haben

Die Regeln bei schottischem Whisky sind im Grunde sehr einfach: Ein echter Scotch ist nur der, der in einer Destillerie auf schottischem Boden gebrannt wird. Und das ausschließlich aus Wasser und gemälztem Getreide. Die Reife im Eichenfass muss mindestens drei Jahre dauern, als einziger Zusatz ist Zuckercoleur (ein harmloser Farbstoff aus Zucker) erlaubt. Der Alkoholgehalt des fertigen Whiskys beträgt mindestens 40 Prozent.

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Talisker: ein edler Vertreter des Scotch-Whiskys

„Single Malt“, „Single Grain“ oder „Blended“?

Beim Scotch kennt man im Grunde zwei Sorten: den so genannten „Single“, was bedeutet, das der Whisky aus nur einer einzigen Destillerie stammt. Ein „Blended“ dagegen darf ein Gemisch aus mehreren verschiedenen Destillaten sein. Sehr oft taucht mittlerweile der Begriff „Single Malt“ auf: Dies bedeutet, dass der Whisky ausschließlich aus einer Destillierie stammt und zu 100 Prozent aus gemälzter Gerste gemacht wurde. Ein „Blended Grain Whisky“ dagegen darf aus mehreren Getreidearten gemacht sein und von mehreren Herstellern stammen – ein „Single Grain“ nur aus einer. Weitere Bezeichnungen sind etwa „Single Cask“ (ein Malzwhisky, der aus einem einzigen Fass stammt) und „Single Strength“ (Whisky, der nicht verdünnt wurde – mit einem Alkoholgehalt von 50 bis 60 Prozent).

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Ardbeg: Mher Torfgeschmack geht kaum

Das Alter macht den Unterschied beim Whisky

Nicht zu vergessen sind beim Thema Scotch natürlich die Inseln, die zu Schottland zählen – etwa die Hebriden. Denn die Whiskys von dort haben einen ganz eigenen Charakter: „Ardbeg“ von den Islay-Inseln oder „Talisker“ von der Isle of Skye weisen das einzigartige Raucharoma auf, das sie bei Whiskyfreunden so begehrt machen. Dieser Geschmack kommt von dem Torffeuer, über dem das Malz getrocknet wird. Doch richtig wertvoll werden die Scotch erst mit den Jahren – und zwar nicht denen, die sie in der Flasche beim Händler stehen, sondern den Reifejahren: Alles ab zehn Jahren ist interessant. Doch auch später lohnt sich die Geduld: Ist ein Jahrgang eines Whiskys größenteils getrunken, steigt natürlich auch der Wert einer einzelnen Flasche Scotch.

Klaus Mergel
 

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