Glenfiddich ist eine der letzten großen schottischen Familiendestillerien. Gegründet 1886 von William Grant, steht sie in Speyside in den schottischen Highlands. Glenfiddich Single Malt trifft mit seinem eher milden Geschmack den Mainstreamgeschmack, ihn gibt es eigentlich auf der ganzen Welt. Bemerkenswert: In der Brennerei wird noch jeder Arbeitsschritt, von der Maische bis zum Abfüllen, selbst gemacht.
Highland Park ist die nördlichste Brennerei Schottlands: Sie hat ihren Sitz auf der Insel Orkney. Hier ging es schon 1798 mit dem Schwarzbrenner Magnus Eunson los, heute ist die Destillerie die Attraktion der Insel schlechthin. Geschmacklich gilt Highland Park als eher streng, mit Noten von Heidekraut und dezenten Torfnoten: Dafür sind sicherlich auch das harte Wasser und das kühle Klima mitverantwortlich.
Talisker wurde 1831 von den Gebrüdern Hugh und Kenneth MacAskill gegründet, heute gehört es zu dem Diageo-Konzern. Die Brennerei befindet sich auf der Isle of Skye am Loch Harport – nicht unerheblich für den Transport. Talisker gehört zu den markanten Malts, da das Malz stark getorft ist. Der 10-Jährige ist mit 46 Prozent auch noch ein klares Männergetränk.
Glenlivet liegt im schottischen Hochmoor (im Tal des Flusses Livet) und gilt als die erste legale Brennerei seit dem Besteuerungsgesetz von George Smith (gegründet 1824). Das Malz ist wenig getorft, eher leicht – doch er Whisky am Ende hat doch eine interessante Süße mit Schokoladentönen: Das liegt vielleicht an den gebrauchten Bourbon-Fässern, in denen er gelagert wird.
Glenmorangie steht in den nördlichen Highlands Schottlands und gilt als Hochburg des „Wood Finishing“, also der Veredlung durch Fasslagerung. Glenmorangie ist der meistverkaufte Single Malt Schottlands, gehört heute zum Luxuskonzern LVMH (Louis Vuitton). Der Tropfen hat sehr dezente Räucher- und Torfnoten, überrascht mit süßer Fruchtigkeit und Zitrus.
Macallan befindet sich im schottischen Easter Elchies und ist vor allem durch seinen Beitrag zu dem Qualitätsblend Famous Grouse berühmt. Im Gegensatz zu den meisten Destillierien setzt man hier auf viele kleine Brennblasen (stills) statt auf wenige große. Single Malts von Macallan gibt es eigentlich erst seit 1960.
Glenfarclas im schottischen Speyside ist wie Glenfiddich im Besitz der Familie Grant. Hier brennt man in nur sechs riesigen Stills (jeweils ca 25.000 Liter), die Lagerung erfolgt in Sherryfässern. Legendär sind die Family Casks der Destillery, in die 43 Jahrgänge eingingen.
Ardbeg befindet sich auf der Isle of Islay und gehört heute als Teil von Moet-Hennessy zum Luxuskonzern LVMH. Ardbeg gilt als der torfigste der Torfigen unter den Whisky – und auch als hochkarätiges Sammlerobjekt. Das erstere hat mit dem hohen Phenolgehalt des Malzes zu tun, zweiteres mit der Begrenzteit der Vorräte... Vielleicht auch mit der relativ langen Phase der Schließungen in den 80er und 90er Jahren.
Jameson stand als ur-irische Destillerie einst in Dublin, heute wird in Midleton produziert: Im einstigen Sitz wird nur noch für die Touristen gebrannt. Interessanterweise gibt es von diesem Whiskey keine Single Malt, nur Blends aus Basis eigener Brände. Wie alle irischen Whiskey haben die Tropfen eine wesentlich strengere Charakteristik, da das Malz über Kohlefeuer und nicht über Torffeuer getrocknet wird.
Bushmills ist die angeblich älteste Whiskey-Destillerie im nordirischen Bushmills, wo seit 1608 gebrannt wird. Heute gehört der Betrieb zum Diageo-Konzern. Bei Bushmills wird dreifach destilliert, selbst die jüngeren Single Cask-Abfüllung gelten als Sammlerstücke unter den Irish Whiskeys.
Four Roses in Lawrenceburg (Kentucky) ist einer der traditionsreichsten Bourbon-Whiskeys: Das ursprüngliche Gebäude ist seit 100 Jahren in Betrieb, dort hatte der irische Einwanderer Joe Peyton schon fast 100 Jahre den legendären „Old Joe“ gebrannt. Die starke Fruchtsüße ist beim Four Roses auf den ungewöhnlichen Einsatz unterschiedlicher Hefen bei der Maische und die speziellen Getreidemischungen zurückzuführen.
Jack Daniel’s wird in Lynchburg, Tennessee, hergestellt und ist daher kein Bourbon, sondern ein Tennessee: Dazu muss er in dem Bundesstat hergestellt werden und vor der Lagerung durch Ahornholzkohle gefiltert werden. Ironischerweise ist Lynchburg eines der wenigen Countys in den USA, in denen absolutes Alkoholverbot herrscht.
Jim Beam gilt als „Ur-Bourbon“ und geht auf den Deutschen Johannes Jacob Böhm zurück, der sich in Clermont (Kentucky) niederließ und sich umbenannte. Der am weitesten verbreitete Beam-Bourbon ist der „White Label“ (vier Jahre gelagert), eine Besonderheit ist der „Rye“, der an die Zeiten erinnert, als die frühen Einwanderer keine Gerste zur Verfügung hatten und auf Roggen zurückgriffen: geschmacklich eine kräftige, interessante Alternative!
Maker’s Mark wird in Loretto (Kentucky) hergestellt und wurde von der Familie Samuels gegründet, heute gehört die Destillerie zur Beam-Gruppe. Die ausgezeichneten Toffee- und Honigaromen werden bei Maker’s Mark sowohl durch starkes Toasting der Fässer erreicht sowie durch die geheime Getreidemischung. Bekannt ist zumindest, dass zu Mais und Malz noch Weizen zugefügt wird.
Canadian Club aus Ontario ist der bekannteste Kanadische Whisky und hieß einst nach dem Begründer „Hiram Walker’s Club Whisky“. Seine starke Bekanntheit und Expansion verdankt Canadian Club durchaus der US-Prohibition, als extrem viel kanadischer Whisky in die Staaten geschmuggelt wurde. Canadian Club besticht durch seine weiche Note und darf in keiner Cocktailbar fehlen.
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