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Cognac: Warum ist dieser Weinbrand so teuer?

 

Cognac – eine alkoholische Spezialität, die alte Herren genauso wie US-Rapper begeistert. Was genau macht diese Spirituose so teuer und wie wird sie hergestellt?

Cognac ist ein Wort, das viele von uns schon beherrschen, bevor sie überhaupt Schnaps trinken dürfen. Diese edelste Form von Weinbrand ist so berühmt, dass sie sogar in Sprachen Eingang gefunden hat, die sich weit weg von der Stadt Cognac befinden: In der afrikanischen Sprache Swahili etwa bedeutet „Konyagi“ allgemein „Schnaps“. In unseren Tagen hat der edle Tropfen wieder mehr Beliebtheit erfahren, weil US-Rapper wie 50 Cent sich brüsten, die teuren Tropfen literweise zu trinken.

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Cognac: Überall auf der Welt das Synonym für edlen Weinbrand

Cognac darf nicht jeder Weinbrand heißen

Cognac ist eine der ältesten Herkunftsbezeichnungen auf dem Spirituosenmarkt. Seit 1920 darf so (oder auch als „Kognak“) nur der Weinbrand bezeichnet werden, der tatsächlich aus dem Cognacais stammt. Und seit 1930 ist die Region in die Teile Grande Champagne, Petite Champagne, Borderies Fins Bois, Bons Bois und Bois Ordinaires aufgeteilt: Diese Reihenfolge beschreibt auch die sinkende Qualitätsbemessung. Der Wein der in der Region um Cognac angebaut wird, besteht im wesentlichen aus der Weißweintraube Ugni Blanc (der in Italien Trebbiano heißt). Dieser leichte Weißwein erreicht lediglich acht bis neun Prozent Alkohol.

Cognac wird immer zweimal gebrannt

Sobald der Wein vergoren und eine gewisse Zeit gelagert ist, wird er in Destillen – meist traditionell aus Kupfer – gebrannt. Ein zweiter Brenndurchgang folgt, um den Schnaps auf eine gewünschte Stärke von etwa 60 bis 70 Prozent Alkohol zu bringen – dabei wird natürlich der giftige Vorbrand und der ungenießbare Nachbrand getrennt. Was nun bleibt ist der so genannte Edelbrand (im französischen „bonne chauffee“): Diese enthält die Aromen des Weines.

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Nicht ganz unwichtig für das Aroma: Cognac wird sehr lange gelagert

Die lange Lagerung macht einen guten Cognac aus

Und was nun folgt, macht den Cognac eigentlich erst zum Edelschnaps: die Lagerung im Holzfass. Denn ein echter Cognac wird im Barrique, dem 225 Liter-Fass aus Eiche, gelagert. Und zwar nicht bloß, wie viele Rotweine, für einige Monate. Sondern für viele Jahre: Durchschnittliche Vertreter der Spirituose liegen rund vier bis fünf Jahre im Fass, richtig teure sogar Jahrzehnte. Es gibt Sondercuvées, die anteilig bis zu hundert Jahre alte Brände enthalten. Das Eichenholz verleiht dem Cognac seine vanilligen und zimtigen Noten. Zusammen mit den Fruchtaromen der Weinbasis entsteht so ein einzigartiges Geschmackserlebnis. Außerdem erhält der Schnaps durch die Lagerung seine typische bernstein- bis honiggelbe Farbe. Sobald er lange genug gelagert ist, wird der Cognac mit destilliertem Wasser auf Trinkstärke (etwa 43 Prozent) verdünnt und in Flaschen abgefüllt.

Den Engländern verdanken wir den Cognac

Die Qualität der Tropfen wird also durch die Dauer der Lagerung bestimmt. Daher wird diese auf der Flasche durch genau geregelte Angaben wie „X.O. (extra old) oder V.S.O.P. (very superior old pale) gekennzeichnet. Dass dies in englischer Sprache gehandhabt wird, hat seinen Grund in der Historie – ein Fakt, den die Franzosen gerne mal unter den Tisch fallen lassen. Denn es waren Engländer, die in der Region erstmals im 18. Jahrhundert Weinbrand länger lagerten, da die Nachfrage in London gerade gesunken war. Nach ein paar Jahren stellten sie erstaunt fest, dass ihr Produkt gewaltig an Geschmack und Reife zugenommen hatte. Manche dieser englischen Weinhändler haben ihre Spuren hinterlassen, etwa in Markennamen wie „Hine“ oder „Martell“. Doch auch wenn die Briten zur Entwicklung der Edelspirituose beigetragen haben: Es ist immer noch der französische Boden und die Sonne über Frankreich, die einen Cognac zum Cognac macht.

Klaus Mergel
 

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